Astrazeneca baut seine Position in der Onkologie mit einer milliardenschweren Partnerschaft aus. Der britische Pharmakonzern investiert 2,0 Milliarden Dollar in das US-Biotechunternehmen Summit Therapeutics und vertieft die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Krebsmedikamenten. Im Mittelpunkt steht der bispezifische Antikörper Ivonescimab, auf den die Onkologie-Branche derzeit große Hoffnungen setzt.
Astrazeneca erwirbt im Zuge der Vereinbarung wandelbare Vorzugsaktien zu einem umgerechneten Preis von 18,36 Dollar je Stammaktie. Das entspricht einem Aufschlag von 10 Prozent auf den volumengewichteten Fünf-Tage-Durchschnittskurs. Der Abschluss dieser Transaktion soll noch vor dem Ende dieser Woche erfolgen.
Die Nachricht löste an den Märkten deutliche Bewegung aus. Die Anteilsscheine von Summit kletterten im nachbörslichen Handel um 18 Prozent auf 18,30 Dollar. Die Aktie von Astrazeneca notierte derweil unverändert.
Kooperation auf Augenhöhe
Inhaltlich konzentriert sich die Kooperation zunächst auf die Erprobung von Ivonescimab in Kombination mit Astrazenecas Wirkstoff Sonesitatug-Vedotin bei Magen-Darm-Krebs. Astrazeneca tritt als Sponsor der Studien auf, die anfallenden Kosten teilen sich beide Partner.
Ungewöhnlich ist die vertragliche Unabhängigkeit: Beide Konzerne behalten ihre weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an den jeweiligen Molekülen. Weder Lizenzgebühren noch Meilensteinzahlungen oder Gewinnbeteiligungen wurden vereinbart. Eine unterzeichnete Absichtserklärung sieht vor, Ivonescimab künftig auch mit weiteren Krebsmedikamenten von Astrazeneca zu kombinieren, bleibt vorerst jedoch unverbindlich.
Zulassungsentscheidung im Spätherbst
Ivonescimab kombiniert eine PD-1-Blockade mit der Hemmung des Wachstumsfaktors VEGF, um die Gefäßbildung in Tumoren zu unterdrücken. Für Summit steht bei der US-Arzneimittelbehörde FDA zeitnah ein wichtiger Meilenstein an: Im Rahmen des laufenden Antragsverfahrens für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs hat die Behörde den 14. November 2026 als Zieldatum für ihre Entscheidung festgelegt.
Stand heute, 29. September: Astrazeneca – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Astrazeneca investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.


