Ein wichtiger Schritt für die Biotech-Firma Atai Beckley: Die Phase-2b-Studie Elumina ist vollständig beobachtet. 156 Patienten mit behandlungsresistenter Depression erhielten dabei den Wirkstoff VLS-01 – einen DMT-Wirkstoff, der als dünner Film auf der Mundschleimhaut aufgebracht wird. Die Ergebnisse sollen im vierten Quartal 2026 vorliegen.

Die Aktie reagierte verhalten. Sie notierte am Montag bei 4,26 Euro, ein Minus von 2,3 Prozent. Der Kurs liegt aber noch knapp 46 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 2,92 Euro. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 75 Prozent – der Wert schwankt stark.

Topline-Daten entscheiden über Phase 3

Das Unternehmen entwickelt VLS-01 als Serotonin-Agonisten. Die Substanz wirkt auf mehrere Rezeptoren und soll schnell wirken. Fallen die Daten im vierten Quartal positiv aus, plant Atai Beckley eine Phase-3-Studie für schwere Depressionen. Als zweites Anwendungsfeld käme eine generalisierte Angststörung infrage.

Parallel dazu läuft BPL-003, eine weitere Substanz gegen Depressionen, bereits in Phase 3. Dafür erhielt das Unternehmen den Breakthrough-Therapy-Status von den US-Behörden.

Insiderverkäufe – aber auch frische Institutionen-Gelder

In den vergangenen Wochen haben zwei Top-Manager Aktien verkauft: Der Chief Medical Officer Kevin Craig gab 185.158 Stück ab, der Chief Operating Officer Gerd Kochendoerfer 50.000. Insgesamt rund 0,7 Millionen Dollar.

Gleichzeitig stockten Großinvestoren auf. UBS erhöhte um 7,4 Millionen Aktien, Deep Track Capital um 7,3 Millionen und Susquehanna um 4,7 Millionen. Das spricht für anhaltendes Interesse an der Pipeline.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Die meisten Analysten bewerten die Aktie positiv. HC Wainwright gibt ein Kursziel von 25 Dollar, Guggenheim 16 Dollar, Needham 14 Dollar. Deutsche Bank nennt 12 Dollar, Jefferies 10 Dollar. Beim aktuellen Kurs von gut 4 Euro bleibt rechnerisch viel Luft nach oben.

Die entscheidende Hürde steht im vierten Quartal: Dann muss VLS-01 liefern.