AT&S setzt seinen Höhenflug an der Börse fort. Die Aktie markierte am Montag bei 141,20 Euro ein neues Rekordhoch. Allein seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Leiterplattenherstellers mehr als vervierfacht.
Anleger lassen den Vorjahresverlust hinter sich. Der Fokus liegt nun vollständig auf der Rolle als KI-Zulieferer. Die Nachfrage nach High-Performance Computing treibt das Geschäft massiv an.
Operative Wende geschafft
Im Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 21 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Besonders das vierte Quartal lieferte starke Impulse.
In diesem Zeitraum erwirtschaftete AT&S ein EBITDA von 120 Millionen Euro. Die operative Marge kletterte auf 25,4 Prozent.
Der Konzern schloss das Gesamtjahr zwar noch mit einem Verlust von 25 Millionen Euro ab. Das Sparprogramm überzeugte die Marktteilnehmer jedoch von der künftigen Profitabilität.
Finanzspritze für den Kapazitätsausbau
Parallel dazu plant das Management den nächsten finanziellen Kraftakt. Über hybride Kapitalmarktinstrumente will der Konzern bis zu 500 Millionen Euro einsammeln. Die Emission ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 vorgesehen.
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Das frische Geld fließt direkt in den Kapazitätsausbau. Vor allem der Standort Chongqing profitiert von neuen Kundenverträgen für IC-Substrate. AT&S festigt damit seine Position bei innovativen Verbindungstechnologien.
Der Vorstand rechnet für 2026/27 mit einem Umsatzsprung von bis zu 35 Prozent. Die operative Marge soll sich dabei stabilisieren.
Das Management peilt hierbei Werte zwischen 25 und 29 Prozent an. Investitionen von rund 400 Millionen Euro sollen dieses Wachstum absichern.
Ein Risiko bleibt die hohe Abhängigkeit vom US-Markt. Über 80 Prozent der Erlöse stammen von amerikanischen Kunden. Die geografische Diversifizierung in Malaysia und China soll diese Schwankungen abfedern.
Das Ziel ist klar definiert. Die Nettoverschuldung soll im Verhältnis zum EBITDA deutlich unter den Wert von 3 sinken. Aktuell liegt dieser Hebel noch bei 3,2.
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