Autodesk sucht neues Wachstum abseits der großen Industriekonzerne. Mit einer gezielten Offensive für Kleinunternehmen will der Software-Spezialist seine Marktanteile im Design- und Bausektor ausbauen. Parallel dazu baut der Konzern seine Führungsebene um.

Fokus auf kleine Betriebe

Das neue Programm „Autodesk for Small Business“ richtet sich an Firmen in den USA und Großbritannien. Der Konzern senkt dafür die Hürden. Kleinere Betriebe können nun mit deutlich weniger „Flex-Tokens“ in die Software-Welt einsteigen.

Das Ziel: Den lukrativen Markt für Design und Konstruktion besser erschließen. Dieser Sektor wuchs 2025 um rund zehn Prozent. Damit hängte die Branche die restliche Wirtschaft ab.

Neue Köpfe für die KI-Strategie

Mike Kelly übernimmt ab sofort den Posten des Chief Information Officer. Er kommt von Andreessen Horowitz. Kelly soll die interne KI-Strategie vorantreiben und die Cybersicherheit massiv stärken.

Zusätzlich integriert Autodesk den Spezialisten Rhumbix. Die Übernahme soll die Lücke zwischen Baustelle und Finanzberichten schließen. Bauleiter können damit Arbeitszeiten und Materialverbrauch in Echtzeit erfassen. Das soll teure Budgetüberschreitungen verhindern.

Anleger warten auf Quartalszahlen

Die Börse reagiert bisher verhalten. Mit einem Kurs von 213,30 Euro notiert die Aktie weiterhin unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Anleger blicken auf ein Jahresminus von fast 13 Prozent.

Ende Mai veröffentlicht Autodesk die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. Analysten bleiben trotz der Volatilität optimistisch und raten mehrheitlich zum Kauf. Institutionelle Anleger halten weiterhin über 90 Prozent der Anteile.