Ein satter Gewinnsprung, eine feste Dividende und ein gewaltiges Aktienrückkaufprogramm. Barrick Mining liefert zum Start ins Jahr 2026 auf ganzer Linie ab. Die Folge: Die Aktie schoss im Mittagshandel um fast acht Prozent nach oben.

Der Goldkonzern übertraf im ersten Quartal die Erwartungen der Wall Street deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,98 US-Dollar. Parallel dazu stieg der Umsatz auf 5,22 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

BMO-Analyst Matthew Murphy lobt den starken Jahresauftakt. Vor allem die Minen in Nord- und Lateinamerika liefen besser als gedacht. Der freie Cashflow überzeugte ebenfalls. Er lag weit über den Schätzungen der Experten.

Milliarden für die Aktionäre

Das Management nutzt die vollen Kassen für ein massives Kapitalrückgabeprogramm. Der Verwaltungsrat hat einen Aktienrückkauf von bis zu drei Milliarden US-Dollar genehmigt. Das entspricht rund vier Prozent des aktuellen Börsenwerts. Das Programm läuft über zwölf Monate.

Barrick sieht aktuell einen außergewöhnlichen Wert in den eigenen Papieren. Flankiert wird der Rückkauf von einer Basisdividende. Aktionäre erhalten für das erste Quartal 0,175 US-Dollar je Anteilsschein. Der Konzern zahlt das Geld Mitte Juni aus.

Probleme in Mali bremsen

Trotz der starken Zahlen gibt es einen Wermutstropfen. Der Loulo-Gounkoto-Komplex in Mali schwächelt weiterhin. Nach monatelangen Störungen und einer vorläufigen staatlichen Verwaltung liegt die Produktion dort unter den historischen Werten.

Der bisherige Dienstleister Gounkoto Mining Services hat über 600 Mitarbeitern gekündigt. Barrick will bis Jahresende einen lokalen Auftragnehmer einstellen. Dann soll auch der Abbau in einem der betroffenen Tagebaue wieder starten.

Börsengang in Vorbereitung

Für das Gesamtjahr hält Barrick an seinen Zielen fest. Der Konzern rechnet weiterhin mit einer Goldproduktion von rund drei Millionen Unzen. Auch die Prognosen für die Kupferförderung bleiben bestehen.

Im Hintergrund bereitet das Management den nächsten strategischen Schritt vor. Bis Ende 2026 plant Barrick den Börsengang einer neuen nordamerikanischen Tochtergesellschaft. Diese soll unter anderem das Nevada-Joint-Venture und die Pueblo-Viejo-Mine bündeln. Der Mutterkonzern will dabei die Mehrheit behalten und nur einen Minderheitsanteil an die Börse bringen.