Barrick Mining kämpft auf mehreren Fronten gleichzeitig. Der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets steht unter erheblichem Druck – ein eskalierender Rechtsstreit mit Newmont, eine Royalty-Belastung auf das Vorzeigeprojekt Fourmile und ein eingefrorenes Kupferprojekt in Pakistan trüben das Bild.
Streit mit Newmont spitzt sich zu
Im Zentrum steht der Konflikt um das Nevada Gold Mines Joint Venture, an dem Barrick mit 61,5 % beteiligt ist. Newmont wirft dem Partner vor, gezielt Spezialisten und Schwerlastgeräte aus dem gemeinsamen Betrieb abgezogen und stattdessen im eigenen Fourmile-Projekt eingesetzt zu haben. Interne Audits sollen dabei einen Produktionsrückgang von 23 % gegenüber dem Vorjahr an den Standorten Carlin und Cortez dokumentiert haben.
Eine 30-tägige Verhandlungsfrist nach einer formellen Verzugsmitteilung lief am 30. März ergebnislos ab. Erste Gerichtsanhörungen in Nevada sind nun für Mai 2026 angesetzt. RBC-Analyst Josh Wolfson hatte bereits auf die strategische Bedeutung der Nevada-Operationen für Barricks Gesamtbewertung hingewiesen – ein ungelöster Rechtsstreit dürfte das IPO-Interesse institutioneller Investoren dämpfen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick Mining?
Teck-Royalty belastet Fourmile-Bewertung
Unabhängig vom Newmont-Konflikt lastet eine weitere Unsicherheit auf dem geplanten Börsengang. Teck Resources hält eine Royalty auf das Fourmile-Projekt, die zunächst 10 % der Nettogewinne umfasst und nach Auslieferung von sechs Millionen Unzen Gold auf 15 % steigt. Scotia-Capital-Analyst Orest Wowkodaw zufolge überlappt die betroffene Fläche von 260 Quadratkilometern erheblich mit der Fourmile-Entdeckung.
Bei einem aktuellen Goldpreis von rund 4.800 US-Dollar je Unze könnte Tecks Royalty jährliche Erträge von etwa 300 Millionen US-Dollar generieren – mit einem möglichen Gesamtvolumen im Milliardenbereich. Wolfson, der Fourmile zuvor mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet hatte, schätzt, dass die Royalty den Projektwert um rund 10 % reduzieren könnte.
IPO-Vorbereitungen laufen trotzdem
Barrick treibt den Börsengang dennoch voran. Goldman Sachs wurde als federführende Bank mandatiert, der erfahrene Dealmaker Michael Klein berät ebenfalls. Der neue Börsenkandidat soll die Beteiligungen an Nevada Gold Mines, das Pueblo-Viejo-Projekt in der Dominikanischen Republik sowie Fourmile bündeln – Barrick plant, eine Mehrheitsbeteiligung zu behalten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick Mining?
Das Führungsteam für das neue Unternehmen steht bereits: Tim Cribb übernimmt als COO, Wessel Hamman als CFO, Megan Tibbals als CTO.
Reko Diq vorerst auf Eis
Zusätzlich belastet die Verlangsamung des Reko-Diq-Projekts in Pakistan das Gesamtbild. Wegen einer sich verschlechternden Sicherheitslage hat Barrick die Entwicklungsaktivitäten gedrosselt und will die Projektüberprüfung bis Mitte 2027 fortsetzen. Reko Diq gilt mit geschätzten 15 Millionen Tonnen Kupfer als eines der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Vorkommen weltweit – und als zentrales Element von Barricks Diversifizierungsstrategie.
Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 9 % verloren und notiert aktuell deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Bis der IPO-Prozess konkrete Formen annimmt, bleibt der Ausgang des Nevada-Verfahrens ab Mai 2026 der entscheidende Gradmesser.
Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 5. April liefert die Antwort:
Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

