Barrick Mining steckt in einer der schwierigsten Phasen seiner jüngeren Geschichte. Der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets wird von einem Rechtsstreit mit Newmont überschattet — und ein gleichzeitiger Einbruch der Edelmetallpreise hat die Aktie innerhalb weniger Tage deutlich unter Druck gesetzt.
Der Streit um Nevada Gold Mines
Das Herzstück des geplanten Spin-offs ist „NewCo“, ein eigenständiges Gold-Vehikel, das Barricks wichtigste nordamerikanische und karibische Assets bündeln soll — darunter die 61,5-prozentige Beteiligung an Nevada Gold Mines, die 60-Prozent-Beteiligung an der Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das vollständig eigene Fourmile-Projekt. Der angestrebte Börsengang ist für Ende 2026 geplant.
Newmont hat diesen Zeitplan nun mit einer formellen Verzugsmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC ins Wanken gebracht. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen aus dem gemeinsamen Nevada-Gold-Mines-Venture abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben — ein Verstoß gegen den Joint-Venture-Vertrag von 2019. Newmont beruft sich dabei auf ein vertraglich verankertes Vorkaufsrecht bei Transaktionen, die das Gemeinschaftsunternehmen betreffen.
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Das Gewicht des Streits lässt sich an einer Zahl ablesen: RBC-Capital-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass Nevada Gold Mines rund 60 Prozent von Barricks Marktwert ausmacht. Dass die Produktion dort im vierten Quartal 2025 um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, verschärft die Lage zusätzlich — Barrick spricht von einer planmäßigen Umstrukturierung, Newmont von Missmanagement.
Ob ein „Grand Bargain“ möglich ist — etwa die Integration von Fourmile in das gemeinsame Venture als Gegenleistung für Newmonts Zustimmung zum Spin-off — bleibt offen. Zieht sich der Rechtsstreit bis 2027 hin, könnte Barrick gezwungen sein, den IPO zu verschieben und sich zunächst auf operative Korrekturen zu konzentrieren.
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Edelmetallpreise belasten zusätzlich
Parallel zum juristischen Druck hat ein scharfer Rückgang der Edelmetallpreise die Aktie belastet. Gold fiel an einem einzigen Handelstag um 5,6 Prozent auf 4.614 US-Dollar je Unze — der neunte Verlusttag in Folge. Silber verlor sogar 7,8 Prozent. Seit dem Hoch am 10. März hat Gold rund 11,5 Prozent nachgegeben; Barricks Aktie verlor im gleichen Zeitraum 18,3 Prozent — ein Aufschlag, der laut Marktbeobachtern auf die starke Silberkorrelation des Unternehmens zurückzuführen ist.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Barrick verzeichnete 2025 den sechsten Produktionsrückgang in Folge, mit dem niedrigsten Ausstoß seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit weiter sinkenden Volumina und All-in-Sustaining-Costs von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze — ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Immerhin lieferte das vierte Quartal 2025 operativ einen Lichtblick: Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden — jeweils neue Rekordwerte. Barrick erhöhte die Quartalsdividende auf 0,42 US-Dollar je Aktie und kündigte eine neue Ausschüttungspolitik an, die künftig 50 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre zurückgeben soll. Ob diese Stärke ausreicht, um das Vertrauen der Investoren angesichts des Rechtsstreits und der Produktionsprobleme zu stabilisieren, wird der weitere Verlauf des Newmont-Konflikts zeigen — spätestens wenn Barrick konkrete Schritte zum IPO-Zeitplan vorlegen muss.
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