Barrick Mining Aktie: Klimax erreicht?

Der Konflikt um das Nevada-Joint Venture eskaliert vor Gericht und stellt den geplanten Börsengang von Barricks Nordamerika-Geschäft in Frage. Die Aktie verliert deutlich.

Barrick Mining Aktie
Kurz & knapp:
  • Schlichtungsfrist ohne Einigung verstrichen
  • Newmont blockiert geplante Börsennotierung
  • Goldproduktion auf 25-Jahres-Tief gefallen
  • Aktienkurs mit starkem Minus von 22 Prozent

Der Konflikt zwischen den Goldgiganten Barrick Mining und Newmont erreicht die nächste Stufe. Nachdem eine 30-tägige Schlichtungsfrist ohne Einigung verstrichen ist, steuern die Partner beim wichtigen Joint Venture in Nevada auf einen Gerichtsprozess zu. Für Barrick kommt die Eskalation zur Unzeit, denn der Streit gefährdet nun den geplanten Börsengang des Nordamerika-Geschäfts.

Vorwurf der Ressourcen-Umleitung

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das Projekt Fourmile, das vollständig Barrick gehört und direkt an die gemeinsamen Nevada Gold Mines (NGM) angrenzt. Newmont wirft dem Partner in offiziellen Dokumenten vor, schweres Gerät und Fachpersonal vom Joint Venture abgezogen zu haben, um das eigene Projekt voranzutreiben. Die Vorwürfe wiegen schwer, da die NGM rund 60 Prozent des Marktwertes von Barrick ausmachen.

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Barrick hält 61,5 Prozent an dem Joint Venture, Newmont die restlichen 38,5 Prozent. Barrick-CEO Mark Hill wies die Anschuldigungen der Ressourcen-Umleitung entschieden zurück. Er verwies jedoch auf vertragliche Verschwiegenheitspflichten, die eine detaillierte öffentliche Stellungnahme derzeit verhindern.

Börsengang auf der Kippe

Die juristische Auseinandersetzung durchkreuzt die strategischen Pläne von Barrick. Das Unternehmen wollte sein Nordamerika-Geschäft samt der Nevada-Anteile und des Fourmile-Projekts bis Ende 2026 in eine neue Gesellschaft ausgliedern und 10 bis 15 Prozent davon an die Börse bringen. Newmont signalisiert nun, genau diesen Schritt mit vertraglichen Vetorechten zu blockieren, bis der Streit beigelegt ist. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Newmont selbst Interesse an einer vollständigen Übernahme der Nevada-Assets hat.

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Erschwerend kommt hinzu, dass Barrick operativ Gegenwind spürt. Die Goldproduktion ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren gefallen. Für 2026 rechnet das Management mit einer Produktion von 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen. Diese Gemengelage aus juristischer Unsicherheit und operativer Schwäche belastet die Aktie spürbar: Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Minus von gut 22 Prozent und notiert aktuell bei 53,80 CAD.

Ob die Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts noch im ursprünglichen Zeitplan bleibt, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Ein konkreter Indikator dafür ist die Einreichung des offiziellen Zulassungsantrags (Form S-1). Bleibt dieser bis zum Ende des dritten Quartals aus, verschiebt sich der Börsengang voraussichtlich auf das Jahr 2027. Unberührt von dem Streit bleibt vorerst die Dividendenpolitik, die weiterhin eine Basisquartalsdividende von 0,175 US-Dollar pro Aktie sowie eine erfolgsabhängige Komponente am Jahresende vorsieht.

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