Barrick Mining plant eine der ehrgeizigsten Umstrukturierungen der jüngeren Bergbaugeschichte. Die nordamerikanischen Goldanlagen sollen in ein neues Unternehmen ausgelagert und an die Börse gebracht werden. Dem ambitionierten Vorhaben steht allerdings ein handfester rechtlicher Konflikt mit dem Joint-Venture-Partner Newmont im Weg.
Mit dem geplanten Börsengang der sogenannten „NewCo“ will Barrick seine nordamerikanischen Gold-Assets bündeln. Dazu gehören die Anteile an Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo sowie das vielversprechende Fourmile-Projekt. Das Ziel dieser Abspaltung bis Ende 2026 ist eine klare Profilschärfung. Investoren sollen künftig zwischen einem reinen, risikoarmen Goldproduzenten und dem verbleibenden Barrick-Konzern wählen können, der sich verstärkt auf Kupfer und andere Metalle für die Energiewende fokussiert.
Streit mit Newmont eskaliert
Genau dieser Plan sorgt nun für erheblichen juristischen Gegenwind. Der Partner Newmont wirft Barrick Missmanagement vor und hat Anfang Februar eine offizielle Verzugsmeldung eingereicht. Der Vorwurf lautet, Personal und finanzielle Mittel seien unrechtmäßig zugunsten des Fourmile-Projekts abgezogen worden. Marktbeobachter werten dies als strategisches Manöver, da Newmont bereits in der Vergangenheit Interesse an einer Übernahme der Nevada-Assets signalisiert hatte. Ohne diese Anlagen, die laut Analysten von RBC Capital Markets rund 60 Prozent des Marktwerts von Barrick ausmachen, verliert der geplante Börsengang massiv an Attraktivität.
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Sinkende Produktion und Kostendruck
Abseits der juristischen Auseinandersetzungen kämpft der Konzern mit operativen Hürden. Die Goldproduktion ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahrzehnten gefallen. Gleichzeitig ziehen die Förderkosten spürbar an.
Die Prognosen für das Jahr 2026 im Detail:
* Goldproduktion: 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen
* All-in-Sustaining Costs (AISC): 1.760 bis 1.950 US-Dollar pro Unze
* Cash-Kosten: 1.330 bis 1.470 US-Dollar pro Unze
* Explorationsausgaben (Fourmile): 150 bis 160 Millionen US-Dollar
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Dividende steigt trotz Gegenwind
Als Ausgleich für die operativen Schwächen und den steigenden Kapitalbedarf setzt Barrick auf eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik. Heute zahlt das Unternehmen eine deutlich erhöhte Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie aus. Eine neue Richtlinie sieht zudem vor, künftig die Hälfte des freien Cashflows an die Anteilseigner weiterzugeben.
Diese Strategie stützt den Aktienkurs spürbar. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein Plus von knapp 112 Prozent und notiert aktuell bei 37,23 Euro. Damit bewegt sich der Kurs zwar leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt, der langfristige Aufwärtstrend bleibt angesichts des starken Goldpreises jedoch intakt.
Langfristig treibt Barrick den Umbau zu einem diversifizierten Rohstoffkonzern voran. Bis zum Jahr 2030 soll Kupfer bereits bis zu 40 Prozent des operativen Ergebnisses beisteuern. Der Erfolg der geplanten Neustrukturierung hängt nun maßgeblich davon ab, ob Barrick den Streit um die Nevada-Minen beilegen kann. Ohne eine Einigung mit Newmont ist der anvisierte Börsengang der nordamerikanischen Goldsparte bis Ende 2026 rechtlich kaum umsetzbar.
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