Am kommenden Donnerstag bündelt BASF drei Entscheidungen an einem einzigen Tag — und jede davon hat das Potenzial, den Kurs spürbar zu bewegen.
Die Hauptversammlung am 30. April ist mehr als ein Routinetermin. Aktionäre stimmen darüber ab, ob die Agrarsparte Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft überführt wird — der entscheidende Schritt vor einem geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2027. Ab dem 1. Mai übernimmt Livio Tedeschi, der die Division bereits seit 2022 leitet, als eigenständiger Vorstandschef. BASF bleibt Mehrheitsaktionär.
Ein Konzern im Konzern
Agricultural Solutions ist kein kleines Anhängsel. Die Sparte erzielte 2024 einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro und soll künftig als unabhängiger Agrochemie-Konzern mit globaler Reichweite aufgestellt werden. Die rechtliche Ausgliederung läuft: In Nordamerika ist der Übergang bereits vollzogen, für die übrigen Regionen ist der Abschluss bis Anfang 2027 geplant.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Q1-Zahlen unter Währungsdruck
Parallel zur Hauptversammlung veröffentlicht BASF um 7.00 Uhr die Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2026. Die Ausgangslage ist durchwachsen. Die US-Dollar-Schwäche könnte das operative Ergebnis allein im ersten Quartal mit bis zu 200 Millionen Euro belasten.
Als Gegenmaßnahme hat BASF die Preise erhöht — Haushalts- und Industriereinigungsprodukte in Europa um bis zu 30 Prozent, Kunststoffadditive um bis zu 20 Prozent. Rückenwind kommt vom Kostensenkungsprogramm: Bis Ende 2025 erreichte BASF jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro, 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Bis Ende 2026 soll dieser Wert auf 2,3 Milliarden Euro steigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Für das Gesamtjahr erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert liegt damit unter den früheren Analystenerwartungen von rund 7,0 Milliarden Euro.
Dividende und Rückkäufe
Auf der Hauptversammlung steht außerdem die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie zur Abstimmung — bei rund 879 Millionen berechtigten Aktien entspricht das einer Gesamtausschüttung von knapp 2 Milliarden Euro. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro, das bis Ende Juni befristet ist.
Die Aktie notiert bei 54,32 Euro und damit weniger als ein Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 21 Prozent zugelegt — der Bereich zwischen 54 und 55 Euro hat den Kurs seit 2023 allerdings bereits dreimal ausgebremst. Ob die Q1-Zahlen am 30. April den nächsten Impuls liefern oder erneut für Ernüchterung sorgen, hängt vor allem davon ab, wie gut Preiserhöhungen und Sparmaßnahmen den Währungsgegenwind abgefedert haben.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 25. April liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


