BASF drängt tiefer ins Geschäft mit der Elektromobilität. Auf der Stuttgarter Fachmesse „Battery Show Europe“ präsentiert der Chemiekonzern ein neues Bindemittel für Festkörperbatterien. Die Technologie soll Reichweiten erhöhen und Ladezeiten verkürzen. An der Börse verpufft die Nachricht allerdings komplett.
Fokus auf Zelltechnik
Das neue Material heißt Oppanol N PLUS. Es basiert auf Polyisobuten. In modernen Batteriezellen hält es wichtige Komponenten zusammen und trennt sie voneinander ab. BASF verspricht dabei eine besonders hohe Elastizität.
Das Bindemittel gleicht mechanische Belastungen beim Laden aus. Parallel dazu verhindert es gefährliche chemische Nebenreaktionen. Für Batteriehersteller bedeutet das weniger Ausschuss und stabilere Prozesse.
Für Investoren bleibt die Ankündigung vorerst extrem abstrakt. BASF nennt weder erwartete Umsätze noch konkrete Margen. Auch Namen von ersten Abnehmern fehlen komplett. Die Innovation unterstreicht zwar den strategischen Fokus auf Spezialchemie. Belastbare Finanzdaten liefert sie aktuell nicht.
Abwärtstrend intakt
Entsprechend kühl reagiert der Markt. Die BASF-Aktie gibt heute leicht nach und notiert bei 48,12 Euro. Damit setzt sich der jüngste Abwärtstrend fort. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von knapp zehn Prozent auf der Kurstafel.
Charttechnisch trübt sich das Bild spürbar ein. Der Titel rutschte zuletzt deutlich unter die viel beachtete 50-Tage-Linie. Als letzte wichtige Unterstützung dient nun der 200-Tage-Durchschnitt bei 46,89 Euro. Der RSI-Wert von 30,9 deutet immerhin auf eine kurzfristig überverkaufte Lage hin.
Um den Kurs nachhaltig zu stützen, braucht der Markt harte Fakten. Solange BASF aus dem neuen Batterie-Bindemittel keine messbaren Auftragsvolumina generiert, bleibt das Produkt ein reines Imagethema. Marktbeobachter fokussieren sich derweil auf die klassischen Baustellen des Chemiesektors: Preisdruck, Energiekosten und die allgemeine Nachfrageschwäche.
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