Europas größter Chemiekonzern kämpft mit Gegenwind — ausgerechnet dann, wenn das Unternehmen eigentlich Stärke demonstrieren will. Kritische Analystenkommentare zu Branchennachbarn wie Lanxess, unter anderem von JPMorgan und Goldman Sachs, zogen am Freitag den gesamten Sektor nach unten. BASF konnte sich dem nicht entziehen.
Die Aktie schloss bei 51,58 Euro, ein Minus von einem Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresanfang steht trotzdem ein Plus von gut 15 Prozent zu Buche — der Kurs hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 41,43 Euro deutlich erholt.
12 Milliarden Euro als Anker
Was viele Investoren bei der Stange hält, ist das Ausschüttungsversprechen des Vorstands. Für den Zeitraum 2025 bis 2028 plant BASF, mindestens 12 Milliarden Euro an Aktionäre zurückzugeben — durch jährliche Dividenden von mindestens 2,25 Euro je Aktie sowie mögliche Aktienrückkäufe. Beim aktuellen Kursniveau entspricht das einer Dividendenrendite, die einkommensorientierte Anleger kaum ignorieren können.
Das Versprechen ist allerdings kein Selbstläufer. Der Konzern muss gleichzeitig massiv in den klimafreundlichen Umbau investieren. Wie diese Balance gelingt, bleibt die eigentliche Kernfrage.
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Transformation mit Fesseln
Operativ schreitet die Neuausrichtung voran. Ein neu geschaffenes Transformationsbüro unter Julia Raquet — direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt — koordiniert die Umbauprojekte in den Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care.
Das Stammwerk Ludwigshafen bleibt dabei ein besonderer Faktor. Eine bestehende Standortvereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen am Hauptstandort bis Ende 2028 aus. Das gibt der Belegschaft Planungssicherheit, engt aber die Optionen für schnelle Kosteneinsparungen ein. BASF setzt stattdessen auf Prozessharmonisierung und den verstärkten Einsatz von KI-Technologien.
Der nächste harte Datenpunkt kommt voraussichtlich im Juli 2026 mit den Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin dürften Energiepreise und makroökonomische Signale den Takt vorgeben.
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