BASF Aktie: 20 Prozent Fixkosten-Senkung bis 2029

BASF startet CoreShift-Programm zur Fokussierung auf Kerngeschäfte und plant Fixkostenreduktion um 20 Prozent bis 2029.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Fokus auf vier Kernsegmente
  • Fixkostensenkung um 20 Prozent
  • Agrargeschäft bleibt eigenständig
  • Aktie reagiert verhalten auf Neuausrichtung

BASF ordnet sich neu. Der Chemiekonzern legt mit „Winning Ways“ den Fokus stärker auf seine Kerngeschäfte und koppelt das an ein neues Sparprogramm. Der Hebel soll vor allem bei den Kosten liegen. Das macht den Schritt für Anleger relevant.

Kernsegmente rücken in den Mittelpunkt

Im Zentrum stehen die Bereiche Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care. Zusammen kommen sie auf rund 40 Milliarden Euro Umsatz. BASF will dort die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Synergien besser nutzen.

Dafür hat der Konzern ein „Core Transformation Office“ geschaffen. Es berichtet direkt an Vorstandschef Markus Kamieth. Julia Raquet leitet die Einheit als President. Das neue Programm trägt den Namen „CoreShift“ und soll die Transformation konzernweit steuern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

20 Prozent weniger Fixkosten

Der eigentliche Kern der Nachricht liegt bei den Einsparungen. BASF will die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft bis 2029 um bis zu 20 Prozent senken. Maßstab ist das Geschäftsjahr 2024.

Das ist ambitioniert, aber nicht überraschend. Der Konzern reagiert damit auf ein Umfeld, in dem Wachstum allein nicht reicht. Wer in der Chemie wieder mehr Ertrag will, muss die Kostenbasis deutlich straffen.

Agricultural Solutions bleibt draußen

Wichtig ist auch, was nicht dazugehört. Agricultural Solutions bleibt als eigenständig operierendes Geschäft organisiert. Das Segment zählt damit nicht zu den vier neu definierten Kerngeschäften.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Für BASF ist das eine klare Abgrenzung. Der Konzern bündelt die Bereiche mit dem größten strategischen Gewicht enger zusammen und lässt das Agrargeschäft separat laufen.

Aktie hält sich knapp über dem Trend

An der Börse kam die Nachricht nicht mit Euphorie an. Die BASF Aktie schloss am Freitag bei 51,58 Euro und verlor 1,00 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 3,61 Prozent.

Der Kurs liegt aber weiter klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,56 Euro. Der RSI von 89,5 zeigt allerdings ein überhitztes Bild. Jetzt kommt es darauf an, ob die neue Strukturierung schnell in spürbare Effekte mündet. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob „CoreShift“ mehr ist als ein weiteres Umbauprogramm.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 24. Mai liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BASF

Über Felix Baarz 4684 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.