BASF kommt beim Verkauf seiner Lacke-Sparte einen großen Schritt voran. Die EU-Kommission genehmigt die Transaktion, stellt Carlyle aber eine klare Auflage. Der Käufer muss das weltweite Polysulfid-Geschäft von Nouryon verkaufen. Damit fällt eine wichtige Hürde für den Umbau des Chemiekonzerns.
Brüssel setzt Carlyle Grenzen
Die Auflage zielt auf einen engen Spezialmarkt. Polysulfide sind wichtige Ausgangsstoffe für Dichtstoffe, die in der Luft- und Raumfahrtindustrie gebraucht werden. Carlyle hält die Mehrheit an Nouryon und würde sonst zu stark in diesem Bereich werden.
Aus Sicht der EU-Kommission reicht der Verkauf des Nouryon-Geschäfts aus, um Wettbewerbsrisiken zu begrenzen. Für BASF ist das vor allem eines: Planungssicherheit. Der Deal war bereits im Oktober des vergangenen Jahres angekündigt worden und nähert sich nun dem Abschluss.
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Cash für den Konzernumbau
Der Coatings-Verkauf bewertet die Sparte mit einem Unternehmenswert von rund 7,7 Milliarden Euro. BASF behält an der neuen Gesellschaft eine Minderheit von 40 Prozent. Der Konzern erwartet daraus einen Barmittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern.
Das Geld kommt zur passenden Zeit. BASF will sein Profil schärfen und Kapital in die Kernbereiche lenken. Der Verkauf passt damit zur breiteren Neuordnung des Konzerns. Am Montag rückt auch der chinesische Verbundstandort Zhanjiang bei einem virtuellen Deep Dive auf die Agenda.
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Goldman sieht mehr Luft
Goldman Sachs hat das Kursziel für die BASF-Aktie von 63 auf 65 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Buy“. Analystin Georgina Fraser verweist auf höhere Erwartungen für das Q1-2026-EBITDA und auf Vertrauen in die Kostenmaßnahmen.
Die Börse reagierte gelassen. Am Montagvormittag notierte die Aktie bei etwa 50,59 Euro. Das entsprach einem Plus von 0,1 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier rund 13,6 Prozent vorn.
Die Kapitalrückgabe bleibt der nächste konkrete Punkt. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro soll Ende Juni 2026 auslaufen. Bis Ende 2028 peilt BASF Ausschüttungen von rund 12 Milliarden Euro an, ein großer Teil davon über Dividenden. Mit der EU-Genehmigung rückt nun der Vollzug des Verkaufs in Reichweite.
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