Die geplante Verselbstständigung der Agrarsparte von BASF nimmt konkrete Konturen an. Am vergangenen Montag leitete das Unternehmen die nächsten Schritte für einen möglichen Börsengang ein. Der Konzern bereitet den Bereich Agricultural Solutions auf eine eigenständige Zukunft am Kapitalmarkt vor. Anleger blicken dabei vor allem auf den Zeitplan und die strukturelle Umsetzung des Vorhabens.
Vier Großbanken begleiten den Prozess
Für die Vorbereitung des Schritts wurden vier internationale Institute als Global Coordinators ausgewählt. Neben der Deutschen Bank gehören Citi, Goldman Sachs sowie J.P. Morgan zu den begleitenden Konsortialbanken. Die Strukturierung sieht vor, die Sparte als Europäische Gesellschaft an die Frankfurter Börse zu bringen. Als Zieldatum für den Handelsstart peilt das Management die Mitte des Jahres 2027 an.
Die Einbindung dieser vier Banken unterstreicht die Dimension des Projekts. Gleichzeitig bleibt das Vorhaben an strikte Voraussetzungen geknüpft. Ob der Schritt tatsächlich erfolgt, hängt von der künftigen Verfassung der Kapitalmärkte ab. Eine endgültige Festlegung gibt es daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht.
Fortgeschrittene Ausgliederung des Geschäfts
Auf operativer Ebene sind die vorbereitenden Maßnahmen bereits weit vorangeschritten. Rund 80 Prozent der weltweiten Aktivitäten der Sparte wurden bereits in separate Rechtseinheiten übertragen. Diese gesellschaftsrechtliche Trennung bildet das Fundament für eine spätere Platzierung. Erst nach dem vollständigen Abschluss dieser internen Entflechtung kann der Gang auf das Parkett realisiert werden.
An den Finanzmärkten wird die strategische Neuordnung aufmerksam verfolgt. Die Aktie von BASF notiert heute bei 52,23 Euro, was einem Tagesgewinn von 0,9 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von 18 Prozent. Für Marktteilnehmer stehen bei den anstehenden Schritten vor allem die Bewertung des Geschäfts sowie die damit verbundenen Kurschancen im Mittelpunkt.
Die kommenden Quartale dürften Aufschluss darüber geben, ob das Marktumfeld die geplante Notierung an der Frankfurter Börse begünstigt. Bis zum anvisierten Zeitfenster Mitte 2027 bleibt die Abspaltung damit ein zentrales strategisches Thema für die Anteilseigner.
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