BASF Aktie: Julia Raquet leitet CoreShift-Umbau

BASF Coatings gewinnt Sustainability Award für ein Verfahren, das Overspray eliminiert und Ressourcen in der Autolackierung spart.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Auszeichnung für Overspray-freie Lackiertechnik
  • Coatings als strategisches Standalone-Geschäft
  • CoreShift-Programm soll Fixkosten senken
  • Aktie trotz Rücksetzer im Plus seit Jahresstart

BASF bekommt ein positives Signal aus einer Sparte, die im Konzernumbau eine wichtigere Rolle spielt: Coatings. Die Lacktochter wurde für ein Verfahren ausgezeichnet, das Autolackierungen effizienter und ressourcenschonender machen soll. Für den Chemiekonzern ist das mehr als ein Preis im Regal.

Warum der Preis mehr ist als Symbolik

BASF Coatings erhielt den „Sustainability Award in Automotive 2026“ in der Kategorie „Technologie: Betrieb & Lieferkette“. Prämiert wurde das Verfahren „Overspray-Free-Application“, kurz OFLA.

Der Ansatz zielt auf die Zwei-Ton-Lackierung von Fahrzeugen. Der Lack wird so präzise aufgetragen, dass der sonst übliche Sprühnebel entfällt. Dadurch sinkt der Bedarf an Abklebearbeiten, Material und Energie in den Lackierstraßen der Autohersteller.

Genau hier liegt der strategische Wert. BASF kann mit OFLA zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur über neue Materialien läuft, sondern auch über bessere industrielle Prozesse. Das passt zur Lage vieler Kunden: Sie wollen Emissionen senken, ohne ihre Produktion unnötig komplizierter zu machen.

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Coatings passt zur neuen BASF-Logik

Die Sparte gehört zu den „Standalone Businesses“ im Segment Surface Technologies. Diese Einheiten werden marktnäher geführt als klassische Kerngeschäfte. BASF will seine Geschäftsbereiche differenzierter steuern und dort ansetzen, wo eigenständige Marktlogik mehr Tempo bringt.

Das ist wichtig, weil der Konzern im Bereich Basischemikalien weiter mit einem schwierigen Umfeld ringt. Spezialgeschäfte wie Oberflächentechnik können diesen Druck nicht allein ausgleichen. Sie liefern aber einen Gegenpol: weniger Rohstoffzyklik, mehr Kundennähe, stärkerer Technologiebezug.

An der Börse ist die Stimmung zuletzt abgekühlt. Die BASF-Aktie schloss am Mittwoch bei 50,92 Euro, auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 6,33 Prozent, seit Jahresanfang bleibt aber ein Plus von 13,81 Prozent.

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Kostendisziplin bleibt der harte Teil

Neben technologischen Fortschritten läuft der interne Umbau. Das neue „Core Transformation Office“ unter Julia Raquet koordiniert das Programm „CoreShift“. BASF will die zahlungswirksamen Fixkosten in den Kerngeschäften bis 2029 um bis zu 20 Prozent gegenüber 2024 senken.

Für die Kapitalrückflüsse bleibt die Linie klar. Nach der Hauptversammlung im April wurde für 2025 eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Zahlung erfolgte am 6. Mai.

Bis 2028 hält BASF am Ziel fest, mindestens 12 Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurückzugeben. Diese Zusage erhöht den Druck, den Konzernumbau tatsächlich in bessere Cashflows zu übersetzen.

Der Nachhaltigkeitspreis liefert keine neue Ergebnisprognose. Er zeigt aber, dass BASF in ausgewählten Spezialmärkten weiter technologische Relevanz besitzt. Für die Aktie bleibt damit ein zweigeteiltes Bild: Anerkennung in einer profitableren Nische, Kostendruck im Kern und ein Kurs, der nach dem Rücksetzer noch klar über dem Jahresstart liegt.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.