BASF-Vorstandschef Markus Kamieth hat am Donnerstag für eine mögliche Übernahme von Evonik geworben und den Fortbestand bestehender Tarifverträge zugesagt. Laut Reuters sollen bei einem Erwerb auch die Sozialpartnerschaft unangetastet bleiben und betriebsbedingte Kündigungen bis 2032 ausgeschlossen werden. Die Zusagen gelten für den Fall einer Übernahme; eine Transaktion ist nicht bestätigt.

Ausbaupläne in Taiwan und Europa

Neben dem möglichen Erwerb verfolgt BASF weitere Vorhaben zum Ausbau und zur Neuordnung von Aktivitäten. Am Dienstag unterzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Absichtserklärung mit Taiwans Wirtschaftsministerium für den Standort Taoyuan.

Dort plant BASF zusätzliche Produktionskapazitäten für Halbleitermaterialien. Bestandteil der Absichtserklärung sind außerdem erweiterte Qualitätsanalysekapazitäten und ein Innovationszentrum.

Am 19. Oktober unterzeichneten BASF und die Highsun Holding Group eine unverbindliche Absichtserklärung zur möglichen Zusammenführung ihrer europäischen PA6-Aktivitäten. Dafür prüfen die Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen mit einer Beteiligung von jeweils 50 Prozent. Auch die Einbeziehung weltweiter Extrusionsaktivitäten außerhalb Nordamerikas wird geprüft.

Aktienrückkäufe und Quartalsmitteilung

BASF meldete am 19. Oktober zudem weitere Aktienrückkäufe. Im Zeitraum vom 12. bis einschließlich 16. Oktober erwarb das Unternehmen eigene Aktien für insgesamt 23.338.831,17 €. Die Zahl der zurückgekauften Papiere belief sich auf 451.622.

Medienberichten zufolge bestätigte Bernstein Research am Dienstag die Einstufung „Outperform“ für BASF. Das Analysehaus bestätigte zugleich sein Kursziel von 61 €.

Für den 28. Oktober 2026 hat BASF die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung Q3 2026 angekündigt. Sie soll um 7.00 Uhr (MEZ) erscheinen. Die Ergebnis-Pressekonferenz ist für 10.30 Uhr (MEZ) angekündigt.