Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF treibt den Ausbau seines Agrargeschäfts voran. Gestern vereinbarte das Unternehmen eine Kooperation mit dem Agrarkonzern Bunge zur Verarbeitung von InVigor Gold. Dabei handelt es sich um BASFs Hybrid-Raps-Saatgut aus der Brassica-juncea-Klasse. Die Zusammenarbeit dient als Vorbereitung für die geplante Markteinführung in den USA im Jahr 2027.
Für BASF markiert die Vereinbarung einen operativen Meilenstein zur weltweiten Kommerzialisierung der neuen Saatgutlinie. Über die Einbindung von Bunge in die Verarbeitungskette soll die industrielle Verwertung gesichert werden, bevor das Produkt im Zielmarkt großflächig an den Start geht.
Strategische Weichenstellungen im Agrarbereich
Die Kooperation fällt in eine Phase grundlegender Veränderungen für die Agraraktivitäten des Konzerns. Vor gut einer Woche beauftragte BASF die Institute Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan als globale Koordinatoren, um einen möglichen Börsengang von Agricultural Solutions vorzubereiten.
Eine endgültige Entscheidung über die Durchführung oder den Zeitpunkt des Börsengangs steht zwar noch aus, die organisatorische Börsenreife wird jedoch für Mitte 2027 angestrebt. Die operative Weiterentwicklung des Saatgutportfolios läuft parallel zu diesen Vorbereitungen weiter.
Zugleich stützt das Unternehmen den Kurs durch eigene Transaktionen am Kapitalmarkt. Wie eine Pflichtmitteilung zu Beginn der Woche auswies, erwarb BASF im Rahmen der siebten Tranche seines Rückkaufprogramms zwischen dem 14. und 18. September 644.178 eigene Aktien. Bereits in der vorangegangenen Handelswoche hatte der Konzern 669.345 Papiere über den Markt zurückgekauft.
Notierung behauptet sich über Jahresschnitt
An der Börse zeigt sich der DAX-Titel solide. Mit einem aktuellen Kurs von 51,93 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresanfang einen Zuwachs von 17 Prozent. Der Wert notiert damit zugleich rund 5,1 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 49,43 Euro.
Die US-Vereinbarung für das Raps-Saatgut unterstreicht das Bestreben, vor einer potenziellen Eigenständigkeit des Agrargeschäfts das operative Profil mit neuen margenstarken Produkten zu schärfen.
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