Bayer Aktie: 16 Abstracts auf ASCO-Tagung

Bayer stellt auf der ASCO-Konferenz Daten zu Krebsmedikamenten vor, darunter eine entscheidende Vergleichsstudie zu Nubeqa.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • 16 Abstracts aus dem Onkologie-Portfolio
  • Nubeqa im direkten Vergleich mit Enzalutamid
  • Daten zu Xofigo, Vitrakvi und Stivarga
  • Aktie unter Druck, Kursverlust seit Februar

Mit dem heutigen Start der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago rückt Bayers Medikamenten-Pipeline in den Fokus. Der Leverkusener Konzern präsentiert bis zum 2. Juni insgesamt 16 Abstracts aus seinem Onkologie-Portfolio — darunter eine direkte Vergleichsstudie, die für die künftige Wachstumsstrategie der Pharma-Sparte entscheidend sein könnte.

Nubeqa im direkten Duell mit Enzalutamid

Im Zentrum stehen die Primärergebnisse der Phase-II-Studie ARACOG (AFT-47). Hier tritt Bayers Prostatakrebs-Medikament Nubeqa (Darolutamid) in einem Head-to-Head-Vergleich gegen Enzalutamid an. Die Untersuchung umfasst Patienten mit metastasiertem und nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs sowie metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs.

Nubeqa gilt als einer der wesentlichen Wachstumstreiber im pharmazeutischen Sektor von Bayer. Die medizinische Fachwelt wird besonders auf Wirksamkeits- und Sicherheitsprofile im direkten Vergleich zur Konkurrenz achten. Die Daten sind Teil des offiziellen Presseprogramms der ASCO-Tagung — ein Signal für die Relevanz der Ergebnisse.

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Breites Portfolio im Test

Parallel präsentiert Bayer aktuelle Daten zu weiteren Präparaten:

  • Xofigo (Radium-223-dichlorid): Ergebnisse der randomisierten Phase-II-Studie RADICAL IR-US zur Behandlung von Nierenzellkarzinom mit Knochenmetastasen
  • Vitrakvi (Larotrectinib): Aktualisierte Analysen zur Wirksamkeit bei TRK-Fusionskrebs, einschließlich Langzeitdaten aus der pädiatrischen Onkologie
  • Hyrnuo (Sevabertinib) & Stivarga (Regorafenib): Ergänzende Daten zu Lungen-, Brust- und Darmkrebs

Die Vielzahl der Arbeiten deckt unterschiedliche Krebsarten ab, darunter auch seltener auftretende Tumore wie Speicheldrüsenkrebs. Für Bayer ist die Onkologie ein Kernpfeiler, um Patentabläufe bei älteren Blockbustern zu kompensieren.

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Volatiler Kursverlauf

An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt unter Druck. Der gestrige Schlusskurs lag bei 37,76 Euro, auf Wochensicht steht ein Minus von 1,6 Prozent. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro Mitte Februar hat das Papier rund 23 Prozent verloren. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf 36,54 Milliarden Euro.

Analysten weisen darauf hin, dass die erfolgreiche Weiterentwicklung der Pipeline entscheidend ist, um die fundamentale Bewertung unabhängig von den anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen in den USA zu stärken. Weitere detaillierte Datenpräsentationen, insbesondere zu Larotrectinib, sind für das kommende Wochenende und Montag terminiert.

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