Bayer Aktie: 4. Juni Frist für 7,25-Milliarden-Vergleich

Bayer erhält FDA-Priority-Review für Kerendia, operativer Gewinn steigt. Entscheidender Monat Juni mit Supreme-Court-Urteil im Glyphosat-Streit.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • FDA beschleunigt Prüfung von Kerendia
  • Umsatzplus von vier Prozent im ersten Quartal
  • DZ Bank stuft Aktie auf Kaufen hoch
  • Supreme-Court-Entscheidung im Juni erwartet

Bayer sammelt derzeit wichtige Punkte im operativen Geschäft. Die US-Arzneimittelbehörde drückt bei einem Hoffnungsträger aufs Tempo, und Analysten sehen massives Kurspotenzial. An der Börse reagieren Anleger dennoch nervös auf den näher rückenden Sommer.

Beschleunigte Zulassung für Kerendia

Die US-Gesundheitsbehörde FDA gewährt dem Wirkstoff Finerenon den begehrten „Priority Review“. Damit verkürzt sich das Prüfverfahren für das Medikament Kerendia von zehn auf sechs Monate. Bayer zielt auf eine erweiterte Zulassung zur Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen bei Typ-1-Diabetes ab. Basis dafür ist die laufende FINE-ONE-Studie.

Parallel dazu meldet der Konzern Vollzug in China. Dort genehmigte die Zulassungsbehörde NMPA das Mittel für Patienten mit Herzinsuffizienz. Die zugrundeliegende FINEARTS-HF-Studie belegte eine signifikante Risikoreduktion für kardiovaskuläre Vorfälle.

Operatives Wachstum und frische Kursziele

Die positiven Nachrichten aus der Forschung treffen auf ein solides Fundament. Im ersten Quartal 2026 steigerte Bayer den Umsatz währungsbereinigt um gut vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich sogar auf 2,76 Milliarden Euro.

Marktbeobachter werten dies als starkes Signal. Die DZ Bank stufte das Papier von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Analyst Peter Spengler hob das Kursziel auf 51 Euro an und verwies auf den starken Jahresstart sowie sinkende Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.

Der Milliarden-Abfluss bleibt

Die Kehrseite der Bilanz zeigt sich im negativen Free Cashflow. Dieser rutschte auf minus 2,3 Milliarden Euro ab. Allein im ersten Quartal flossen rund zwei Milliarden Euro für US-Rechtsvergleiche ab. Das drückt weiterhin auf die Stimmung der Investoren.

Das Papier notiert aktuell bei 38,67 Euro und verliert auf Tagessicht leicht. Damit rutscht der Kurs knapp unter die 50-Tage-Linie bei 38,92 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein massives Plus von 64 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Juni wird nun zum entscheidenden Monat für die Leverkusener. Bis Ende des Monats fällt der US Supreme Court eine Grundsatzentscheidung im Fall Durnell gegen Monsanto. Am 4. Juni endet die Widerspruchsfrist für einen vorgeschlagenen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar. Hält der Konzern diesen Zeitplan, steht am 9. Juli die endgültige gerichtliche Bestätigung an.

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