Immer noch schlecht sieht nach dem Handel am Mittwoch die Lage für Bayer aus Leverkusen aus. 43,98 Euro haben die Börsentafeln angezeigt. Die Aktie ist um weitere -1,08 % leichter geworden. Das führt den Wert inzwischen auch aus technischer Sicht in eine kritische Situation. Zum GD100 fehlen 3,5 %, und auf den GD200 lässt sich nur noch ein Vorsprung von 1,9 % messen. Das bedeutet: Die Aktie ringt sogar um den technischen Aufwärtstrend.

Die Lage ist derzeit recht schwierig. Die Aussichten sind nach Meinung von Analysten allerdings glänzend

Charttechnisch betrachtet ist ohnehin eine schwierigere Lage eingetreten. Die Notierungen haben in den vergangenen fünf Handelstagen 8,3 % nachgegeben. Das ist durchaus fast schon erschütternd. Hier warten die Börsen offensichtlich noch auf einen Durchbruch in Sachen Schadenersatzeinigung in den USA. Das Gericht in Missouri hat die Entscheidung immer noch nicht getroffen. Es geht darum, die vereinbarten 7,25 Milliarden Dollar Schadenersatz tatsächlich durchzuwinken.

Bayer bleibt hier noch in einer relativ neutralen Warteposition. Die Märkte nutzen offensichtlich die Gelegenheit, um Gewinne mitzunehmen. Neue Nachrichten waren jedenfalls nicht vollkommen schwach. Das Bundesumweltministerium möchte jetzt Pharmafirmen beim Thema Wasserreinigung zur Kasse bitten, wie es in einer Schlagzeile hieß. Dies kann die schlechte Stimmung zumindest wirtschaftlich kaum begründen. Hier geht es um ganz andere Dimensionen.

Insofern sind auch die Analysten bei der Aktie immer noch sehr zuversichtlich. Die durchschnittlichen Kursziele liegen bei 58,22 Euro. Das würde derzeit einen Aufschlag von rund 30 % bedeuten. Insofern hat sich für Bayer am Montag noch nicht besonders viel geändert. Die nächsten Tage werden hier die richtige Entscheidung bringen, meinen die Beobachter.