Bayer hat im April 2026 einen bedeutenden wissenschaftlichen Meilenstein erreicht. Die vollständigen Ergebnisse der Schlaganfall-Studie OCEANIC-STROKE erschienen im New England Journal of Medicine — und das Ergebnis überzeugt. Allerdings bleibt der Markt skeptisch, und das aus gutem Grund.
Asundexian: Erster FXIa-Inhibitor mit Phase-III-Nachweis
Der Wirkstoff Asundexian reduzierte das Risiko ischämischer Schlaganfälle um 26 Prozent gegenüber Placebo. Schwere Blutungen stiegen dabei nicht an. Die Studie umfasste mehr als 12.000 Teilnehmer weltweit — und ist die erste erfolgreich abgeschlossene Phase-III-Studie eines FXIa-Inhibitors, die Überlegenheit in dieser Indikation nachweist.
Die FDA hat Asundexian bereits eine Fast-Track-Designation erteilt. Zugelassen ist das Mittel bislang nirgendwo — es bleibt ein Prüfpräparat. Die Daten bilden nun die Grundlage für Zulassungsgespräche mit den Behörden.
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Crop Science: Weniger Volumen, mehr Marge
CEO Bill Anderson skizzierte auf der Hauptversammlung am 24. April den Kurs der Agrarsparte. Das Fünf-Jahres-Rahmenwerk setzt auf Wettbewerbsfähigkeit und Cashgenerierung — nicht auf Expansion. Bayer dreht damit weg von volumenstarker Legacy-Chemie hin zu margenstarken Produkten.
Ein konkretes Beispiel ist das Insektizid Plenexos. Es wurde Ende 2025 in Kolumbien eingeführt und soll 2026 die Zulassung in Brasilien erhalten. Für größere Innovationen wie den Kurzwuchs-Mais PRECEON™ und das Herbizid Icafolin erwartet Bayer ab 2027 erste Dynamik.
Litigation bleibt der entscheidende Faktor
Finanziell steht Bayer solide da. Der Umsatz lag 2025 bei 45,6 Milliarden Euro. Für 2026 plant das Unternehmen einen Nettoumsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro.
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Der freie Cashflow brach 2025 um rund ein Drittel auf 2,1 Milliarden Euro ein. Die Nettoverschuldung sank auf knapp 29,8 Milliarden Euro. Bayer hat Rückstellungen für die Roundup-Litigation auf fast 11,8 Milliarden Euro erhöht und eine Kreditlinie über 8 Milliarden Dollar gesichert.
Portfoliomanager Markus Manns von Union Investment sieht Bayer operativ stärker, als der Aktienkurs vermuten lässt. Kein Wunder: Die Aktie notiert rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat sich in den vergangenen sieben Tagen um fast vier Prozent verbilligt.
Manns betont, dass Bayer zwei Dinge braucht: einen Sieg vor dem Supreme Court und die Annahme des vorgeschlagenen 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleichs. Das Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet. Erst dann dürfte der Markt die operativen Fortschritte in Pharma und Agrar neu bewerten.
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