Bayer hat im ersten Quartal 2026 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Das bereinigte EBITDA stieg um 9 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro — Analysten hatten im Schnitt nur 3,93 Milliarden Euro auf dem Zettel. Der Kurs legte daraufhin rund 6,7 Prozent zu und notiert bei 39,40 Euro.
Agrarsparte liefert, Pharma hält stand
Der eigentliche Treiber war Crop Science. Das bereinigte Ergebnis der Agrarsparte kletterte um knapp 18 Prozent auf rund 3,0 Milliarden Euro. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die Beilegung eines Lizenzstreits mit Corteva über Soja-Technologien — allein das brachte rund 0,5 Milliarden Euro Umsatz. Hinzu kamen die erneuerte Dicamba-Zulassung in den USA und eine Erholung der Herbizidpreise.
In der Pharmasparte sank das bereinigte Ergebnis um 7,5 Prozent. Das fiel aber geringer aus als befürchtet. Patentabläufe bei Xarelto und Eylea belasteten, während Nubeqa und Kerendia zulegen konnten. Consumer Health wuchs währungsbereinigt um 5,3 Prozent.
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Der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 2,76 Milliarden Euro. Das Core EPS stieg um 12,9 Prozent auf 2,71 Euro. Einen Dämpfer gab es beim Free Cashflow: Minus 2,32 Milliarden Euro, vor allem wegen hoher Auszahlungen für Rechtsvergleiche.
Prognose angehoben, Supreme Court im Blick
Das Management erhöhte die Jahresprognose. Bayer rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 44,5 und 46,5 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBITDA von 9,4 bis 9,9 Milliarden Euro. Das Core EPS soll zwischen 4,10 und 4,60 Euro landen.
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CEO Bill Anderson treibt den Konzernumbau weiter voran. Die angekündigte Portfolio-Überprüfung pausiert vorerst. Parallel dazu gab Bayer die geplante Übernahme von Perfuse Therapeutics für bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar bekannt.
Das größte offene Risiko bleibt der Glyphosat-Rechtsstreit. Ein Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet. Anderson betonte, die rechtlichen Risiken seien auch ohne ein positives Urteil eindämmbar — eine Aussage, die Anleger genau im Gedächtnis behalten dürften, wenn der Richterspruch kommt.
Barclays bestätigte nach den Zahlen das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 48 Euro. Die Bank hob die Profitabilität im Agrarbereich hervor und sieht das Portfolio als widerstandsfähig.
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