Bayer hat die 50-Euro-Marke am Freitag erstmals wieder klarer hinter sich gelassen. Auf Xetra schloss die Aktie bei 50,02 Euro und damit 1,30 % höher. Im Tradegate-Handel wurden zuletzt 50,16 Euro bei einem Plus von 1,21 % ausgewiesen. Auf Wochensicht gewann Bayer auf Xetra rund 2,0 %, seit Jahresbeginn waren es 35,2 %.
Die Analystenziele sind immer realistischer zu erreichen
Damit rückten auch die Analystenziele näher. Bei einem durchschnittlichen Ziel von mehr als 58 Euro beträgt der Abstand vom Xetra-Schlusskurs mindestens 7,98 Euro beziehungsweise rund 16 %. Einzelne Analysten gehen erheblich weiter: Barclays hatte sein Ziel Anfang September auf 70 Euro angehoben. Von 50,02 Euro aus wären das knapp 40 %.
Für die nächsten Tage richtet sich der Blick vor allem auf Missouri. Dort fand Mitte September die Anhörung zum geplanten Roundup-Vergleich statt. Bayer bietet Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar über maximal 21 Jahre an. Die gerichtliche Entscheidung über die endgültige Genehmigung steht noch aus.
Aus dem Pharmageschäft kam Mitte September bereits eine konkrete Nachricht. Die FDA erweiterte die Zulassung von Kerendia auf Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-1-Diabetes. Damit vergrößerte sich die mögliche Patientengruppe des Medikaments.
Für die Aktie ist die Ausgangslage damit klarer als noch vor wenigen Tagen: Der Xetra-Schlusskurs von 50,02 Euro lag wieder oberhalb der lange umkämpften 50-Euro-Marke. Bis zum durchschnittlichen Analystenziel von mindestens 58 Euro fehlen rund 16 %, bis zum Barclays-Ziel von 70 Euro knapp 40 %. Dies alles ist nun bekannt. In der neuen Woche wird es nun ggf. darauf ankommen, wie schnell und in welcher Richtung das Gerichtsurteil tatsächlich kommt wie angekündigt.
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