Neue Hoffnung für die Pharma-Sparte – die Börse reagierte dennoch mit einem Minus. Am Freitag meldete Bayer eine erweiterte Zulassung für Kerendia in China. Die Aktie schloss leicht im Minus bei 38,39 Euro, ein Minus von 1,97 Prozent. Von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 49,17 Euro bleibt sie damit rund 22 Prozent entfernt.
NMPA gibt grünes Licht für Herzinsuffizienz
Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA genehmigte Finerenon – unter dem Handelsnamen Kerendia – für erwachsene Patienten mit symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Auswurffraktion von mindestens 40 Prozent. Bisher war das Medikament in China nur bei chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen.
Bayer stützt die Zulassung auf die Phase-III-Studie FINEARTS-HF mit rund 6.000 Patienten. Der primäre Endpunkt kombinierte kardiovaskulären Tod sowie erste und wiederkehrende Herzinsuffizienz-Ereignisse. Das Ergebnis: eine signifikante Reduktion gegenüber Placebo – und das unabhängig von Begleittherapien oder Vorerkrankungen.
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China als Wachstumsmotor
Die Marktgröße ist beachtlich. Weltweit leiden mehr als 64 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz. In China sind es über 13 Millionen – rund 60 Prozent davon mit einer Auswurffraktion von mindestens 40 Prozent. Genau jene Patienten, die nun mit Kerendia behandelt werden können.
Der Wirkstoff ist bereits ein Wachstumstreiber. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Kerendia-Umsätze währungs- und portfoliobereinigt um 84,2 Prozent, getrieben von den USA und China. Gleichzeitig schwächeln Klassiker wie Xarelto (Patentabläufe) und Eylea (Generikadruck). Die gesamte Pharmasparte lag leicht unter Vorjahr.
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Neue Pipeline als Gegengewicht
Kerendia ist nicht der einzige Hoffnungsträger. Auch Nubeqa legte im ersten Quartal um 57,1 Prozent zu. Bayer setzt zunehmend auf diese jüngeren Produkte, um die Altlasten im Portfolio zu kompensieren.
Die China-Zulassung reiht sich ein in eine Serie regulatorischer Erfolge. Seit Juli 2025 ist Finerenon in den USA für die gleiche Indikation zugelassen, zudem in der EU und Japan. Weitere Märkte prüfen noch.
Bayer bestätigte am 12. Mai die Konzernprognose für 2026: Umsätze zwischen 44,5 und 46,5 Milliarden Euro, ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,4 bis 9,9 Milliarden Euro. Ob die neuen Medikamente diese Ziele absichern können, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Die Pipeline liefert dafür immerhin regelmäßig positive Nachrichten.
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