Starke Quartalszahlen, überzeugende Studiendaten und trotzdem Skepsis am Markt. Bei Bayer klaffen operatives Geschäft und finanzielle Realität weiter auseinander. Der Leverkusener Konzern liefert im Tagesgeschäft ab. Die alten Geister der Monsanto-Übernahme bremsen die Aktie jedoch spürbar aus.
Agrargeschäft treibt den Umsatz
Im ersten Quartal übertraf Bayer die Erwartungen der Analysten. Der Konzernumsatz kletterte währungsbereinigt um gut vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,71 Euro. Treiber dieser Entwicklung war vor allem das wachstumsstarke Agrargeschäft.
Die Kehrseite der Bilanz zeigt ein anderes Bild. Der freie Cashflow rutschte tief ins Minus. Bayer verbrannte hier im Auftaktquartal 2,3 Milliarden Euro. Schuld daran sind anhaltende Zahlungen für US-Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat und PCB. Die Folge: ein massiver Schuldenberg. Die Nettofinanzverschuldung liegt aktuell bei 32,5 Milliarden Euro.
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Neue Hoffnung in der Onkologie
Auch die Pharmasparte liefert Argumente für das operative Geschäft. Auf dem amerikanischen Urologen-Kongress präsentierte Bayer neue Daten für das Prostatakrebs-Medikament NUBEQA. Die Ergebnisse der Phase-II-Studie fallen positiv aus. In Kombination mit einer Standardtherapie senkt das Mittel das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder den Tod um 71 Prozent. Das stärkt die Position des Konzerns in einem lukrativen Therapiemarkt.
Warten auf strategische Impulse
An der Börse spiegelt sich dieser operative Fortschritt nur bedingt wider. Die Aktie ging am Freitag bei 37,72 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn tritt der Kurs auf der Stelle. Zum Jahreshoch fehlen aktuell noch rund 23 Prozent.
Frische Impulse könnten Ende Mai folgen. Das Management präsentiert am 27. Mai auf der Deutsche Bank European Champions Conference in Frankfurt. Marktbeobachter erhoffen sich dort konkrete Details zur mittelfristigen Strategie. Vor allem interessiert Investoren, wie der Konzern seine Schulden abbauen und die Effizienz steigern will.
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