BEKB Aktie: Kommissionsgeschäft wächst 9,5 Prozent

Die Berner Kantonalbank fokussiert sich stärker auf das Kommissionsgeschäft, um sinkende Zinsmargen auszugleichen.

BEKB Aktie
Kurz & knapp:
  • Kommissionserträge steigen um 9,5 Prozent
  • Verwaltete Vermögen erreichen 45 Milliarden Franken
  • Neue Verwaltungsratspräsidentin Annelis Lüscher Hämmerli
  • Aktie zeigt kurzfristig leichte Erholung

Die Berner Kantonalbank verschiebt ihr Geschäftsmodell spürbar. Das klassische Zinsgeschäft steht unter Druck, während das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zuletzt um 9,5 Prozent zulegte.

Der Effekt ist klar: Die Bank wird breiter aufgestellt. Mehr Beratung, mehr Kundennähe und mehr Erträge außerhalb des Zinsumfelds sollen die Abhängigkeit von schwankenden Margen senken.

Verwaltete Vermögen wachsen

Ein wichtiger Baustein dieser Entwicklung sind die verwalteten Vermögen. Sie liegen inzwischen bei rund 45 Milliarden Franken. Im Anlagegeschäft flossen netto 0,7 Milliarden Franken zu.

Das stützt das Ertragsprofil. Gerade in einem Umfeld mit anhaltendem Margendruck zählt jeder zusätzliche Franken aus dem Dienstleistungsgeschäft doppelt.

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Parallel dazu rückt die Anlageberatung stärker in den Mittelpunkt. Die Bank setzt damit auf Bereiche, in denen Kundenbindung und Beratungstiefe mehr Gewicht haben als reine Zinseinnahmen.

Neue Spitze, klare Linie

Auch personell setzt die BEKB auf Kontinuität. Mit Annelis Lüscher Hämmerli übernimmt eine neue Präsidentin des Verwaltungsrats, die Erfahrung im Risikomanagement und Finanzwesen mitbringt.

Die Aufgabe ist klar umrissen: Die konservative Linie soll bleiben, während Digitalisierung und Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut werden. Moody’s bewertet die Bonität der Bank weiterhin mit „Aa2“.

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Aktie unter Druck

Am Markt zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktie schloss am Freitag bei 370,00 Franken und legte um 0,30 Prozent zu. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 5,13 Prozent, über 30 Tage sogar von 11,59 Prozent.

Technisch wirkt der Titel angeschlagen. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 396,74 Franken, aber über dem 100-Tage-Durchschnitt von 363,10 Franken. Der RSI von 88,5 signalisiert eine sehr überkaufte Lage.

Für den weiteren Verlauf wird wichtig, ob die Bank das Wachstum im Kommissionsgeschäft hält und die Ertragsverschiebung fortsetzt. Dann könnte die Dividendenstory mit einer Ausschüttungsquote von 50 bis 70 Prozent des Gewinns wieder mehr Gewicht bekommen.

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