BHP zieht sich aus dem hohen Norden zurück. Der Bergbauriese beendet nach zwei Jahren seine Explorationspartnerschaft im norwegischen Finnmark. Der Partner Kingsrose Mining wird die Suche nach vulkanischen Sulfidlagerstätten künftig allein fortsetzen.
Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung. BHP konzentriert sich zunehmend auf große, etablierte Projekte – kleinere Allianzen fallen hintenüber. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern erst kürzlich wieder die Marke von 300 Milliarden australischen Dollar Marktkapitalisierung geknackt hatte, getragen von starken Kupfer- und Eisenerzsparten.
Herabstufung trotz Kursstärke
Trotz des beeindruckenden Laufs der Aktie – auf zwölf Monate gerechnet beträgt das Plus 66,67 Prozent – zeigen sich Analysten vorsichtiger. Die US-Bank BofA Securities stufte BHP von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Die Begründung: das aktuelle Kursniveau und mögliche Gegenwinde durch eine abkühlende Kreditvergabe in China. Hinzu kommen regionale geopolitische Risiken.
Derzeit notiert die Aktie bei 36,25 Euro, rund sechs Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 38,65 Euro. Der RSI liegt bei 45,5 Punkten – neutral, aber nicht überkauft.
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Kupfer überholt Eisenerz
Operativ läuft es für BHP indes gut. Die Kupferproduktion legte deutlich zu und überholte erstmals in der jüngsten Halbjahresberichterstattung das Eisenerz als wichtigsten Ertragstreiber. Parallel dazu durchläuft der breitere Rohstoffsektor eine Phase der Anpassung – etwa im Lithiumbereich, wo andere Marktteilnehmer wie die Betreiber der Finniss-Mine die Produktion wieder hochfahren.
Für Aktionäre rückt eine Frage in den Vordergrund: Wie stabil bleibt die Dividende, wenn BHP gleichzeitig in kapitalintensive Kernprojekte investiert und kleinere Explorationsausgaben streicht? Die Antwort dürfte sich im nächsten Halbjahresbericht zeigen.
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