Höherer Gewinn, aber schrumpfende Aufträge. Bei Bilfinger klaffen Realität und Marktstimmung nach dem ersten Quartal weit auseinander. Anleger reagieren auf die jüngsten Zahlen mit deutlichen Verkäufen. Die Aktie verlor in den vergangenen sieben Tagen fast elf Prozent.
Einbruch beim Cashflow
Der Industriedienstleister steigerte den Umsatz zum Jahresauftakt auf gut 1,3 Milliarden Euro. Auch das Konzernergebnis kletterte um 16 Prozent auf 37 Millionen Euro. Soweit so gut.
Marktbeobachter stören sich jedoch an einer anderen Entwicklung. Der freie Cashflow brach drastisch ein. Er rutschte von 109 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 21 Millionen Euro ab. Das Management begründet dies mit wetterbedingten Verzögerungen. Hinzu kommt das Fehlen einer hohen Einmalzahlung aus dem Vorjahr.
Auftragsflaute und Kursrutsch
Ein weiteres Warnsignal liefert der Auftragseingang. Dieser sank um fünf Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Kunden in der europäischen Prozessindustrie halten sich mit Investitionen zurück. Vorstandschef Thomas Schulz verweist hier auf die geopolitischen Spannungen am Persischen Golf.
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Die Börse straft diese Unsicherheit hart ab. Am Donnerstag schloss das Papier bei 89,25 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel damit rund 19 Prozent an Wert verloren. Der Kurs rutschte zudem deutlich unter die 200-Tage-Linie.
Blick auf die Jahresziele
Trotz des holprigen Starts hält die Führungsebene an ihrer Prognose für 2026 fest. Bilfinger erwartet weiterhin eine EBITA-Marge von rund sechs Prozent. Die im April übernommene Firma Teknokon soll das Geschäft in den kommenden Monaten zusätzlich stützen.
Am 20. Mai steht nun die Hauptversammlung an. Dort stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 2,80 Euro je Aktie ab. Winkt das Treffen den Vorschlag durch, fließt das Geld am 26. Mai auf die Konten.
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