Biogena Group Invest hat die Zeichnungsfrist für seine neue Konzernholding beendet. Jetzt folgt der nächste Schritt: Die Aufsichtsräte haben einen Verschmelzungsprüfer bestellt. Das Unternehmen bereitet damit die Fusion mit der künftigen Muttergesellschaft vor.

Verschmelzungsprüfer als juristischer Meilenstein

Die Aufsichtsräte von Biogena Group Invest und der künftigen Holding Biogena Good Vibes AG haben sich auf einen gemeinsamen Verschmelzungsprüfer geeinigt. Die Bestellung erfolgt nach § 220b Aktiengesetz. Sie bildet die formale Grundlage für die geplante Verschmelzung beider Gesellschaften.

Das Management verfolgt ein klares Ziel: Die bisher komplexe Kapitalmarktstruktur soll deutlich einfacher werden. Aktuell ist Biogena Group Invest als börsennotierte Beteiligungsgesellschaft aufgestellt. Nach dem Börsengang der Holding am 27. August 2026 soll die Fusion geprüft werden.

Ein Umtauschverhältnis steht noch nicht fest. Auch einen finalen Zeitplan gibt es laut Unternehmen noch nicht. Beides hängt von den Ergebnissen der jetzt gestarteten Prüfungen ab.

Kurs schwankt nach Rekordhoch

Der Aktienkurs zeigt die Nervosität rund um die Kapitalmaßnahme. Am Donnerstag erreichte der Titel ein neues 52-Wochen-Hoch bei 6,10 Euro. Anschließend setzten Gewinnmitnahmen ein, die Aktie schloss bei 5,25 Euro – ein Tagesminus von 11,76 Prozent.

Trotz des Rücksetzers bleibt der langfristige Trend intakt. Der Kurs liegt weiterhin rund 63,57 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,21 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 100 Prozent zeigt aber: Der Titel im Wiener Segment „direct market plus“ bleibt hochspekulativ.

Wachstumsziele bis 2030

Hinter der strukturellen Neuordnung steckt eine ambitionierte Strategie. Für das laufende Geschäftsjahr peilt die Gruppe einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro an. Im Vorjahr waren es 124,9 Millionen Euro.

Das frische Kapital aus der Zeichnungsrunde soll vor allem in die internationale Expansion fließen. Deutschland steht dabei im Zentrum. Zusätzlich will das Unternehmen die „Biogena Plaza“-Konzepte ausbauen.

Firmengründer Albert Schmidbauer denkt noch größer. Im Rahmen der „Vision 2030″ will er den Konzernumsatz bis Ende des Jahrzehnts auf bis zu 500 Millionen Euro steigern.

Der 27. August 2026 wird zum Prüfstein für diese Pläne. An diesem Tag debütiert die neue Holding an der Börse. Zeitgleich veröffentlicht Biogena Group Invest den Halbjahresbericht – er dürfte zeigen, ob die operative Dynamik mit den Wachstumszielen Schritt hält.