Der Betriebsrat von BioNTech wirft dem Management einem gestrigen Bericht des Handelsblatts zufolge schlechte Kommunikation und einen Stillstand bei Entscheidungen vor. Im Zuge der Restrukturierung berichteten Beschäftigte demnach von Unsicherheit über ihre Arbeitsplätze; zudem nennt der Bericht Vorwürfe von Rassismus und Drohungen.

Unternehmen reagiert auf Vorwürfe

BioNTech erklärte dazu, die Anschuldigungen ernst zu nehmen. Das Unternehmen dulde weder Diskriminierung noch Rassismus, Sexismus oder Drohungen. Die Vorwürfe bleiben damit als Anschuldigungen gekennzeichnet, denen das Unternehmen mit einer Stellungnahme begegnet.

Die Quartalszahlen weisen für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 184,5 Millionen Euro aus. Der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 1.289,2 Millionen Euro.

Für die ersten neun Monate 2026 meldete BioNTech allerdings einen Nettoverlust von 1.168,2 Millionen Euro. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 setzte das Unternehmen auf 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro und hob damit deren Mittelpunkt an. Die Zahlen wurden auch in einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Pflichtmitteilung veröffentlicht.

Studienerfolg mit Sicherheitsvorbehalten

Bei den Brustkrebsdaten von vor gut einer Woche meldeten BioNTech und DualityBio das Erreichen des primären Endpunkts der Studie DYNASTY-Breast02. Trastuzumab Pamirtecan verlängerte bei HR-positivem, HER2-niedrigem metastasiertem Brustkrebs das progressionsfreie Überleben gegenüber einer Chemotherapie nach ärztlicher Wahl statistisch signifikant, allerdings nur moderat.

Die Unternehmen berichteten zugleich über eine höhere Rate interstitieller Lungenerkrankungen, darunter schwere und tödliche Fälle. Die Daten zum Gesamtüberleben waren bei der Zwischenanalyse noch nicht ausgereift. BioNTech und DualityBio kündigten an, die nächsten Schritte zu besprechen.