BioNTech hat mit seiner experimentellen mRNA-Krebsimmuntherapie BNT113 einen Studienrückschlag erlitten. Medienberichten zufolge verfehlte die Phase-2/3-Studie AHEAD-MERIT am 13. Oktober den ersten der beiden primären Endpunkte: das Überleben ohne Fortschreiten der Erkrankung.
Unterschiedliche Ergebnisse in der Krebspipeline
Auch die bereits berichteten Ergebnisse zweier weiterer Krebsstudien enthalten Einschränkungen. BioNTech und DualityBio erreichten mit Trastuzumab Pamirtecan in der Phase-3-Studie DYNASTY-Breast02 zwar den primären Endpunkt. Der Vorteil beim progressionsfreien Überleben gegenüber einer Chemotherapie war nach Unternehmensangaben statistisch signifikant, fiel aber moderat aus.
Die Daten zum Gesamtüberleben waren noch nicht ausgereift. Nach Einschätzung beider Unternehmen könnte der Nutzen für Patienten im bestehenden Behandlungsumfeld begrenzt sein. BioNTech und DualityBio kündigten deshalb an, die nächsten Schritte zu besprechen.
Für Pumitamig zusammen mit Docetaxel meldeten BioNTech und Bristol Myers Squibb dagegen eine bestätigte objektive Ansprechrate von 36,7%. Die frühen Daten zum medianen progressionsfreien Überleben lagen bei 6,9 Monaten.
Die Phase-2-Studie ROSETTA Lung-107 untersucht Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs nach einer Erstlinienbehandlung aus Immuntherapie und Chemotherapie. Die Unternehmen präsentierten die Ergebnisse auf dem ESMO-Kongress 2026.
Weitere Kombination und Finanzbericht
Vor rund zwei Wochen vereinbarten BioNTech und Gilead eine klinische Zusammenarbeit samt Lieferabkommen. Geprüft werden soll Pumitamig zusammen mit Sacituzumab Govitecan in einer globalen Phase-3-Studie zur Erstlinienbehandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs mit niedriger oder fehlender PD-L1-Expression. BioNTech soll die Studie leiten, Gilead den Wirkstoff bereitstellen.
Den nächsten angekündigten Berichtstermin setzt BioNTech mit den Ergebnissen zum dritten Quartal 2026 und einem Unternehmensupdate am 3. November 2026. Die Telefonkonferenz mit Internetübertragung ist für 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt.
Stand heute, 2. November: BioNTech – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BioNTech investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 2. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

