Einen kleinen Verlust von weiteren -1,05 % verbuchte BioNTech und kam damit auf ein Kursniveau von 80,00 Euro. Die Aktie hat damit einen wichtigen Schritt bestätigt. Die Marke von 80 Euro, die Chartanalysten im Auge haben, ist im Verlauf der vergangenen Tage rückerobert und auch verteidigt worden. Immerhin! 2,7 % trennen den Titel indes jetzt vom GD100. Das heißt, die Aktie ist im mittelfristigen Aufwärtstrend. Minus 4,5 % Abstand zur 200-Tage-Linie zeigen allerdings, dass BioNTech immer noch um den langfristigen Aufwärtstrend kämpft.

Das sind nur Formalia, denn tatsächlich bleibt BioNTech am Ende in einem klaren Seitwärtstrend. Teilweise notiert die Aktie in den 70ern, teilweise auch knapp über 80 Euro. BioNTech kommt nicht richtig von der Stelle, auch wenn die Aussichten für das Papier aus Mainz aktuell noch immer recht zuversichtlich stimmen.

Die Mainzer lassen noch warten

BioNTech wird wirtschaftlich immer noch mit Argusaugen beobachtet. Derzeit hat der Markt noch nicht belohnt, dass am 4. August die Zahlen zum zweiten Quartal tatsächlich geliefert worden waren. Dabei wurde deutlich, dass das Unternehmen Barmittel und Wertpapieranlagen im Umfang von ungefähr 16,6 Milliarden Euro für sich verbuchen kann. Das wiederum ist insofern ein gutes Polster, als das Unternehmen in die klinische Forschung sowie die Transformation in Richtung Onkologie investieren kann.

Das Unternehmen wird in Zukunft mit Onkologie-Medikamenten und mRNA-basierten Impfungen gegen Krebserkrankungen Geld verdienen wollen. Noch sind die Studien zwar teilweise erfolgreich, aber nicht dahingehend, dass daraus bereits ein zugelassenes Produkt geworden wäre. Hier müssen die Märkte noch geduldig sein. BioNTech wird investieren. Irgendwann sollen daraus Zulassungen entstehen.

Darauf warten auch Analysten, die derzeit immer noch davon ausgehen, dass die Aktie deutlich über 100 Euro notieren könnte. Der Ruf am Aktienmarkt scheint hierfür noch nicht ganz zu reichen. Die Aktie ist, wie beschrieben, in einem klaren Seitwärtstrend, wobei die aktuellen Schwankungen sogar sehr limitiert sind. Seit circa Mitte März hat sich das Papier nur einmal etwas über 90 Euro geschoben, und seither bleibt es in der skizzierten Range. Hier wartet der Markt einfach ab.

Analysten beschreiben mit ihren hohen Kurszielen allerdings, in welche Richtung es gehen könnte. Immerhin kann vermerkt werden, dass die Märkte auch keine besonderen Sorgen zu haben scheinen. Denn das Management hat die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro reduziert, nachdem zuvor 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro als Erwartung galten. Diese Prognose wurde jetzt also deutlich zurückgenommen.