Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech baut radikal um. Das Geschäft mit Corona-Vakzinen bricht weiter ein. Nun zieht das Management die Reißleine. Das Ziel: ein kompletter Neustart als Krebs-Spezialist.
Im Auftaktquartal verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von rund 532 Millionen Euro. Der Umsatz fiel auf 118 Millionen Euro. Als Reaktion streicht BioNTech weltweit 1.860 Stellen.
Dieser Sparkurs trifft auch die Produktion. Bis Ende 2027 schließen die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen. Auch das Werk in Singapur macht dicht. Das Management prüft aktuell den Verkauf dieser Anlagen. Ab 2029 soll das Programm jährliche Einsparungen von einer halben Milliarde Euro bringen.
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Gründer gehen von Bord
Der Umbau geht bis in die Unternehmensspitze. Die beiden Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci geben ihre Vorstandsposten Ende 2026 ab. Sie planen ein neues, unabhängiges Biotech-Unternehmen für mRNA-Innovationen. BioNTech bringt dafür Technologien ein und behält eine Minderheitsbeteiligung.
Künftig fließt das Geld primär in die Krebsforschung. BioNTech will sich zu einem breit aufgestellten Onkologie-Konzern wandeln. Im Zentrum stehen dabei Wirkstoffe wie Pumitamig und Gotistobart. Für das laufende Jahr bestätigt der Vorstand sein Umsatzziel von über zwei Milliarden Euro.
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Aktienrückkauf stützt den Kurs
Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Die Kasse ist mit fast 17 Milliarden Euro prall gefüllt. Um den Aktienkurs zu stützen, hat der Vorstand ein neues Rückkaufprogramm autorisiert. Bis Mai 2027 kann BioNTech eigene Papiere für bis zu eine Milliarde US-Dollar erwerben.
Anleger reagieren nervös auf das Gesamtpaket. Im vorbörslichen Handel rutschte die Aktie um bis zu 5,6 Prozent ab. Gestern schloss das Papier bei 78,70 Euro. Damit notiert der Titel knapp vier Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Die Produktion des Corona-Impfstoffs Comirnaty wandert bis Ende 2026 komplett zum Partner Pfizer. Bis dahin muss BioNTech beweisen, dass die neue Krebs-Pipeline tragfähig ist. Der Großaktionär ATHOS hält dem Unternehmen mit einem Anteil von gut 40 Prozent vorerst die Treue.
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