BioNTech Aktie: Helmut Jeggle neuer Aufsichtsratsvorsitzender

BioNTech treibt den Umbau zur Krebsmedizin voran, während hohe F&E-Kosten das Quartal belasten. Die Aktie bleibt unter Druck.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktionäre stimmen für Neuausrichtung
  • Aufsichtsrat auf acht Mitglieder erweitert
  • Hohe Forschungsausgaben drücken Quartalsergebnis
  • Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar

BioNTech bekommt Rückendeckung für seinen Umbau. Auf der Hauptversammlung am 15. Mai stimmten die Aktionäre allen Tagesordnungspunkten zu; vertreten waren 92 Prozent des Grundkapitals. Der Kern der Botschaft: Das Unternehmen richtet seine Strukturen stärker auf die Krebsmedizin aus.

Aufsichtsrat wird größer

Der Aufsichtsrat wächst von sechs auf acht Mitglieder. Damit holt BioNTech zusätzliche Expertise in Onkologie und Kommerzialisierung in das Kontrollgremium. Genau diese beiden Felder sind für die nächste Phase wichtig: Die Pipeline muss nicht nur klinisch vorankommen, sondern später auch vermarktet werden.

Helmut Jeggle wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Mehrere bestehende Mandate wurden verlängert. Das sorgt für Kontinuität, während BioNTech nach dem Rückgang der Covid-Impfstoffumsätze stärker auf spätere Krebsprogramme setzt.

Hohe Forschungskosten, schwache Quartalszahlen

Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen, wie teuer dieser Umbau ist. Am 5. Mai meldete BioNTech Erlöse von 118,1 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 531,9 Millionen Euro. Das ist kein kleines Übergangsthema, sondern der Preis einer forschungsintensiven Neuausrichtung.

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Am Umsatzausblick für das Gesamtjahr hält der Vorstand fest. Erwartet werden weiterhin 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen bei 557,0 Millionen Euro, getrieben vor allem durch Investitionen in Immunonkologie und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate.

Ein wichtiger Baustein ist pumitamig. Im ersten Quartal startete BioNTech fünf weitere zulassungsrelevante Studien für dieses Programm. Damit verschiebt sich der Blick stärker auf klinische Meilensteine und weniger auf kurzfristige Umsatzdynamik.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse kommt der Umbau bisher nur begrenzt an. Die Aktie schloss am Freitag bei 76,95 Euro und verlor am Tag 2,22 Prozent; auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 8,01 Prozent. Das passt zum Bild eines Marktes, der Pipeline-Fortschritte sehen will, bevor er höhere Bewertungen bezahlt.

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Technisch bleibt der Kurs angeschlagen. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt 11,49 Prozent, während das Papier nur 6,14 Prozent über dem jüngsten Tief liegt. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

BioNTech hat außerdem eine Ermächtigung für ein neues Rückkaufprogramm angekündigt. Über die kommenden zwölf Monate können American Depositary Shares im Volumen von bis zu 1,0 Milliarden Dollar erworben werden. Das Programm soll vor allem aktienbasierte Vergütungsansprüche bedienen und aus vorhandenen Barmitteln finanziert werden.

Analysten bleiben im Schnitt konstruktiv. Der Konsens liegt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel der Häuser mit aktualisierter Einschätzung beträgt rund 130,60 Dollar. Der Abstand zum aktuellen Kurs spiegelt weniger die Gegenwart wider als die Hoffnung, dass die Krebs-Pipeline den nächsten Wachstumstreiber liefert.

Der nächste relevante Maßstab sind nun die klinischen Fortschritte der späten Onkologieprogramme. Nach der Hauptversammlung ist die Governance auf diesen Kurs ausgerichtet; die Aktie braucht als Nächstes belastbare Daten, die den teuren Umbau rechtfertigen.

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