Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech hat die Übernahme des einstigen Rivalen CureVac endgültig abgeschlossen und richtet den Blick nun vollständig auf die Krebsforschung. Nach einem Milliardenverlust im Jahr 2025 steht das Unternehmen vor der komplexen Aufgabe, die neu erworbene Technologie in die eigene Pipeline zu integrieren. Gleichzeitig sorgt eine geplante Ausgründung durch das Gründer-Duo für eine strategische Neuausrichtung.
Teurer Frieden und neue Technologie
Die formelle Einstellung des Börsenhandels von CureVac im Januar 2026 markiert das Ende eines jahrelangen Konflikts. Um den Weg für die 1,25 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme freizumachen, zahlte BioNTech im vergangenen August bereits 870 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Patentklagen rund um den Corona-Impfstoff Comirnaty. Im Gegenzug sicherten sich die Mainzer die Kerntechnologie des Tübinger Unternehmens.
Dazu gehören proprietäre mRNA-Druckverfahren und Produktionsanlagen. Der strategische Fokus liegt dabei klar auf der Onkologie. BioNTech erhält Zugriff auf eine Forschungspipeline für personalisierte Krebsimpfstoffe, während Programme zu Infektionskrankheiten, die nun bei GSK liegen, bewusst ausgespart bleiben. Die Technologie von CureVac zielt darauf ab, die Immunogenität bei gleichzeitig niedriger Dosierung zu erhöhen – ein entscheidender Faktor für die Skalierbarkeit künftiger Therapien.
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Milliardenbudget für die Forschung
Die Integration der neuen Forschungsbereiche fällt in eine finanziell anspruchsvolle Phase. Für das abgelaufene Jahr 2025 meldete BioNTech einen Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 2,87 Milliarden Euro. Ein massives Finanzpolster von über 17 Milliarden Euro federt diese Entwicklung ab.
Für das laufende Jahr plant das Management mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Die Verschmelzung der teils redundanten Forschungsprogramme beider Unternehmen bringt zusätzliche operative Kosten mit sich. BioNTech muss diese Ausgaben stemmen, während das Unternehmen gleichzeitig massiv in den Ausbau seiner klinischen Studien investiert.
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Neue Struktur für die Pipeline
Bis Ende 2026 will BioNTech 15 Phase-3-Studien initiieren. Die kommenden Krebsimpfstoff-Kandidaten werden dabei bereits auf der mRNA-Technologie der zweiten Generation von CureVac basieren. Allein in diesem Jahr erwartet das Unternehmen Daten aus sieben fortgeschrittenen klinischen Studien, unter anderem zu Lungen- und Brustkrebs.
Parallel dazu strukturiert sich die Unternehmensspitze neu. Die Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci planen, bis Ende 2026 in ein neues, unabhängiges Unternehmen zu wechseln. Diese Ausgründung soll sich auf mRNA-Innovationen der nächsten Generation konzentrieren. BioNTech wird sich mit einer Minderheitsbeteiligung und Technologierechten an diesem neuen Vorhaben beteiligen.
Ob sich die Milliardeninvestition in die CureVac-Technologie auszahlt, entscheidet sich in den kommenden Monaten in den Laboren. Die anstehenden Daten-Readouts der Phase-3-Studien im Laufe dieses Jahres werden den ersten konkreten Beweis liefern müssen, ob die kombinierte mRNA-Plattform die erhoffte überlegene Wirksamkeit in der Onkologie erzielt.
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