BioNTech: RET-Kohort in BNT116-Studie geöffnet

BioNTech öffnet Lungenkrebsstudie für Patienten mit RET-Mutation. Frühe Kombidaten zeigen vielversprechende Ansprechraten.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue Patientengruppe in BNT116-Studie
  • Kombination mit RET-Inhibitoren getestet
  • Hohe Ansprechraten in frühen Studienarmen
  • Aktie trotz positiver Daten unter Druck

BioNTech treibt seinen Wandel vom Corona-Impfstoffhersteller zum Onkologie-Unternehmen konsequent voran. Mit der Öffnung einer neuen Patientengruppe in der laufenden BNT116-Studie richtet sich der Mainzer Konzern nun gezielt an Lungenkrebspatienten mit einer spezifischen genetischen Veränderung.

Neue Kohorte für RET-positive Patienten

Seit dem 27. April läuft die sogenannte RET-Kohorte innerhalb der LuCa-MERIT-1-Studie. Sie richtet sich an Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), die eine RET-Alteration aufweisen. An mehreren US-Standorten — darunter das renommierte MD Anderson Cancer Center — wird BNT116 nun in Kombination mit RET-Inhibitoren getestet.

Das mRNA-basierte Vakzin zielt auf sechs tumorassoziierte Antigene ab, die bei Lungenkrebs häufig exprimiert werden. Die Kombination mit zielgerichteten Molekültherapien soll synergistische Effekte zwischen mRNA-induzierter Immunaktivierung und gezielter Tumortherapie nutzen.

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Frühe Daten zeigen Wirksamkeitssignale

Die Erweiterung folgt auf ermutigende Zwischenergebnisse aus anderen Studienarmen. In einer 20-Patienten-Kohorte, die BNT116 zusammen mit Docetaxel erhielt, lag die objektive Ansprechrate bei 35 Prozent, die Krankheitskontrollrate bei 85 Prozent.

Noch stärker fielen die Daten in einer Kombination mit dem PD-1-Inhibitor Cemiplimab aus — und zwar bei Patienten, die zuvor bereits auf eine PD-1-Therapie nicht mehr angesprochen hatten. Hier erreichte die bestätigte Ansprechrate 45 Prozent, das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 9,9 Monaten. Diese Kombination rückt nun in Phase 2.

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Analysten gespalten, Kurs unter Druck

Das Analystenbild ist uneinheitlich. H.C. Wainwright und BofA Securities halten beide an einem Kursziel von 130 US-Dollar fest — BofA mit Verweis auf positive Daten zum Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Pamirtecan. Leerink Partners ist deutlich zurückhaltender und senkte das Kursziel auf 94 US-Dollar, unter anderem wegen Bedenken zum CTLA-4-Inhibitor Gotistobart nach Phase-3-Beobachtungen.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 86 Euro und hat in den vergangenen sieben Tagen rund acht Prozent verloren — trotz eines soliden Laufs im Vormonat mit einem Plus von knapp 16 Prozent.

Ambitionierte Ziele bis 2030

BioNTech verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 mindestens 15 laufende Phase-3-Studien in verschiedenen Krebsindikationen zu haben. Bis 2030 sollen zehn onkologische Zulassungen stehen. Wie weit der Konzern auf diesem Weg ist, dürfte sich bereits am 5. Mai zeigen — dann legt BioNTech seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor.

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