Einst war Bit Digital vor allem ein Bitcoin-Miner. Doch das Unternehmen steckt mitten in der Transformation – weg vom energieintensiven Mining, hin zu Ethereum-Staking und KI-Cloud-Diensten. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen, dass dieser Umbruch seinen Preis hat.
Die Aktie verlor am Freitag kräftig: minus 11,3 Prozent auf 1,56 Euro. Dabei notiert das Papier immer noch gut 41 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 1,10 Euro – aber zugleich 57 Prozent unter dem Hoch von 3,63 Euro.
Quartalszahlen mit Licht und Schatten
Der Gesamtumsatz fiel im ersten Quartal auf 27,9 Millionen US-Dollar. Das sind 13,6 Prozent weniger als im Vorquartal. Besonders deutlich zeigt sich der Rückzug aus dem Mining-Geschäft: Die Erlöse brachen um knapp ein Drittel auf 3,7 Millionen Dollar ein. Auch die Einnahmen aus Ethereum-Staking gaben nach – um 29,4 Prozent auf 2,3 Millionen Dollar.
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Der Ausgleich kommt aus dem Wachstumsbereich Cloud-Infrastruktur: Die KI- und High-Performance-Computing-Sparte trug 16,8 Millionen Dollar zum Umsatz bei. Das Management hält an dieser strategischen Neuausrichtung fest.
Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von 146,7 Millionen Dollar. Der ist vor allem auf Marktschwankungen bei den Krypto-Beständen zurückzuführen. Immerhin: Das Minus fiel geringer aus als im Vorquartal, als der Fehlbetrag bei 185,3 Millionen Dollar lag.
Krypto-Portfolio als Risiko und Rückenwind
Bit Digital hält rund 155.400 Ether im Wert von etwa 327 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 3.045 Dollar pro Einheit – ein komfortables Polster. Rund 70.000 Ether wurden in Liquid-Staking-Protokolle umgeschichtet, um die Flexibilität zu erhöhen.
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Hinzu kommt eine Beteiligung an WhiteFiber: 27 Millionen Aktien mit einem Marktwert von rund 322 Millionen Dollar. Die liquiden Mittel betrugen zum Quartalsende 79,5 Millionen Dollar.
Dass die operative Wende noch nicht abgeschlossen ist, zeigt die hohe Volatilität der Aktie: annualisiert 93 Prozent in den vergangenen 30 Tagen. Der RSI liegt mit 76 Punkten im überkauften Bereich – kein Wunder, dass Anleger nervös auf jede Nachricht reagieren.
Ausblick: Mai-Telefonkonferenz als nächster Termin
Das Management kündigte für Mai eine Telefonkonferenz an, um detailliertere Einblicke in die operative Strategie zu geben. Die Richtung ist klar – mehr KI-Infrastruktur, weniger Mining. Ob die Bestände an Ether und WhiteFiber dabei als Wertanker halten, müssen die kommenden Zahlen zeigen.
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