Das Bitcoin-Netzwerk erlebt derzeit eine tiefgreifende strukturelle Veränderung. Weil die Produktion der Kryptowährung zunehmend unrentabel wird, ziehen große börsennotierte Schürfer massiv Rechenleistung ab. Statt nach neuen Blöcken zu suchen, stellen Unternehmen ihre teure Infrastruktur lieber für lukrativere Aufgaben im Bereich der Künstlichen Intelligenz zur Verfügung.
Sichtbar wird dieser Exodus an einem deutlichen Rückgang der sogenannten Mining-Difficulty. Die Schwierigkeit, neue Bitcoin zu schürfen, fiel kürzlich um 7,76 Prozent und verzeichnete damit die zweitgrößte negative Anpassung des Jahres 2026. Der Grund für den Rückzug liegt in der Mathematik: Bei durchschnittlichen Produktionskosten von rund 88.000 US-Dollar pro Coin arbeiten viele Miner tief in der Verlustzone. Der aktuelle Bitcoin-Kurs von gut 68.249 US-Dollar reicht nicht aus, um die durch geopolitische Spannungen gestiegenen Energiekosten zu decken.
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Lukrative Alternative Künstliche Intelligenz
Um dem Margendruck zu entgehen, richten Branchengrößen ihre Geschäftsmodelle neu aus. Künstliche Intelligenz bietet im Gegensatz zum volatilen Kryptomarkt langfristige Verträge und verlässliche Zahlungsströme. Core Scientific plant beispielsweise, den Großteil seiner Bitcoin-Bestände noch im Jahr 2026 zu veräußern, um den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren zu finanzieren. Bitdeer hat seine Reserven bereits im Februar vollständig liquidiert.
Auch Konkurrenten wie Riot Platforms oder TeraWulf treiben ähnliche Diversifizierungsstrategien voran. HIVE Digital Technologies nahm erst vor wenigen Tagen einen neuen KI-Cluster in Paraguay in Betrieb. Erschwerend kommt für die Branche hinzu, dass die Transaktionsgebühren als Einnahmequelle wegbrechen. Machten sie 2024 noch etwa sieben Prozent der Gesamteinnahmen aus, ist dieser Wert mittlerweile auf rund ein Prozent kollabiert.
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Unternehmen kaufen weiter zu
Während die Produzenten der Kryptowährung den Rücken kehren, nutzen andere Firmen das aktuelle Preisniveau zum strategischen Aufbau von Reserven. Die asiatische Lebensmittelplattform DDC Enterprise erwarb kürzlich weitere 200 Bitcoin. Mit einem Gesamtbestand von nun 2.383 Coins belegt das Unternehmen weltweit den 32. Platz unter den börsennotierten Bitcoin-Haltern. Seit Januar 2026 hat DDC damit im Rahmen eines festen Akkumulationsplans rund 1.200 BTC in die eigene Bilanz aufgenommen.
Historisch betrachtet markieren derart starke Rückgänge der Hashrate oft die Endphase einer Kapitulation der Miner. Sobald ineffiziente Marktteilnehmer verdrängt sind, sinkt der Verkaufsdruck aus dieser Richtung. Die nächste Anpassung der Netzwerkschwierigkeit wird für Anfang April erwartet. Prognosen deuten auf einen weiteren Rückgang hin, was den strukturellen Umbau der Mining-Industrie im Frühjahr weiter beschleunigen wird.
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