Bitzero Holdings drückt bei seiner Expansionsstrategie aufs Tempo. Das Unternehmen plant den vollständigen Ausstieg aus seinen besicherten Schulden. Damit macht der Konzern den Weg frei für den massiven Ausbau seiner KI-Infrastruktur in Nordeuropa.

Schuldenfrei durch US-Investoren

Die Entschuldung erfolgt bereits im August 2026. Bitzero zahlt dafür einen Kreditbetrag von rund 22,4 Millionen US-Dollar inklusive Zinsen vorzeitig zurück. Mit diesem Schritt löst das Management sämtliche Sicherheiten und Belastungen auf die Vermögenswerte des Unternehmens ab.

Das Kapital stammt aus einer Privatplatzierung bei US-amerikanischen institutionellen Investoren. Die Finanzierungsrunde brachte dem Unternehmen Bruttoerlöse von rund 25 Millionen US-Dollar ein. Bitzero gab dabei über 5,8 Millionen Special Warrants zu einem Preis von je 4,25 US-Dollar aus.

Ausbau der nordischen KI-Standorte

Das frische Kapital fließt direkt in den Ausbau der Rechenzentren. Bitzero plant Standorte mit einer Gesamtkapazität von über einem Gigawatt. Der Fokus liegt dabei auf Nordeuropa, um die dortige günstige Wasserkraft für den Betrieb zu nutzen.

In Norwegen baut das Unternehmen derzeit einen Campus mit einer Kapazität von 110 Megawatt. Die ersten Transformatoren sollen dort Ende 2026 eintreffen. Parallel dazu identifizierten Ingenieure in Finnland bereits Potenzial für bis zu 520 Megawatt an einem einzigen Standort.

Volatilität bleibt hoch

An der Börse reagierten Anleger nervös auf die Verwässerung durch die neuen Zertifikate. Die Aktie beendete die Woche bei 5,60 Euro, was einem Plus von rund 5,7 Prozent auf Wochensicht entspricht. Mit einer annualisierten Volatilität von über 135 Prozent bleibt das Papier jedoch ein hochriskantes Investment.

Die vollständige Rückzahlung der Kredite ist für August 2026 terminiert. Damit startet Bitzero schuldenfrei in die nächste Phase der Standortentwicklung. Die termingerechte Lieferung der Ausrüstung in Norwegen wird nun zur entscheidenden Messlatte für die kommenden Monate.