Black Swan Graphene vollzieht den Schritt vom reinen Materialentwickler zum integrierten Komponentenhersteller. Durch die Übernahme des kanadischen Spritzgussspezialisten Falpaco Rubber and Plastics sichert sich das Unternehmen eine eigene Plattform für die industrielle Fertigung. Ziel ist die direkte Vermarktung graphenverstärkter Endprodukte an Industriekunden.

Integration der Produktion

Bisher konzentrierte sich das Unternehmen primär auf die Entwicklung von Graphen-Technologien. Mit dem Zukauf ändert sich die Ausrichtung grundlegend: Die vertikale Integration erlaubt es, die gesamte Wertschöpfungskette im Haus zu behalten. Anstatt lediglich Additive zu liefern, kann Black Swan nun fertige, optimierte Bauteile produzieren. Dieser Schritt soll die Kommerzialisierung der eigenen Patente beschleunigen und Abhängigkeiten in der Lieferkette reduzieren.

Finanzierung und Zeitplan

Der Kaufpreis für das in Quebec ansässige Unternehmen beläuft sich auf insgesamt 12,6 Millionen Kanadische Dollar (CAD). Die Finanzierung setzt sich aus drei Säulen zusammen: Einem Bankkredit über 6,7 Millionen CAD, einer Barzahlung von 4,1 Millionen CAD sowie der Ausgabe neuer Aktien im Wert von 1,8 Millionen CAD. Falpaco bringt neben 45 Mitarbeitern einen stabilen Jahresumsatz von rund 7,4 Millionen CAD in die Gruppe ein. Das Unternehmen wuchs in den vergangenen fünf Jahren organisch mit einer Rate von etwa 7 % pro Jahr.

Die Anleger begrüßten die Expansionspläne heute mit einem Kursplus von knapp 16 % auf 0,88 €. Damit setzt die Aktie ihren positiven Trend fort und notiert seit Jahresbeginn über 42 % im Plus. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, sofern die Zustimmung der TSX Venture Exchange erfolgt.