Bloom Energy liefert ein neues Argument für seine hohe Bewertung. Der Brennstoffzellenanbieter hat mit Nebius eine langfristige Kapazitätsvereinbarung geschlossen, die direkt auf den Stromhunger von KI-Rechenzentren zielt. Der Kurssprung von 8,6 Prozent am Mittwoch zeigt: Der Markt wertet den Deal als mehr als nur einen weiteren Auftrag.
Nebius sichert sich eigene Stromkapazität
Kern des Vertrags ist ein Master Fuel Cell Capacity Agreement. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre, Bloom Energy garantiert Nebius eine Kapazität von 250 Megawatt. Die erwartete installierte Gesamtleistung soll bei rund 328 Megawatt liegen.
Finanziell ist die Vereinbarung schwergewichtig. Nebius könnte über die Laufzeit bis zu 2,6 Milliarden Dollar an monatlichen Servicegebühren zahlen. Für Bloom Energy ist das vor allem deshalb wichtig, weil der Vertrag wiederkehrende Erlöse mit einem klaren Infrastrukturtrend verbindet.
Viele Technologiefirmen suchen inzwischen nach Stromlösungen direkt am Standort. Der Grund ist simpel: Netzanschlüsse dauern oft Jahre, während KI-Cluster sofort mehr Energie brauchen. Festoxid-Brennstoffzellen können hier eine Lücke schließen, wenn sie zuverlässig und skalierbar geliefert werden.
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Wachstum springt deutlich an
Der Auftrag trifft auf eine Phase starken operativen Momentums. Im ersten Quartal 2026 steigerte Bloom Energy den Umsatz auf 751,1 Millionen Dollar, ein Plus von 130,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist kein kleiner Basiseffekt mehr, sondern ein deutlicher Nachfrageimpuls.
Besonders kräftig zog das Produktgeschäft an. Die Erlöse in diesem Bereich stiegen um 208 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erreichte Bloom Energy 0,44 Dollar und lag damit klar über der Markterwartung von 0,12 Dollar.
Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 3,6 Milliarden Dollar an. Damit bekommt die Wachstumsstory mehr Substanz, auch wenn die Erwartungen inzwischen hoch sind.
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Bewertung bleibt anspruchsvoll
Nach der jüngsten Rally kommt Bloom Energy auf eine Marktkapitalisierung von rund 81,12 Milliarden Dollar. Die Aktie notierte am Mittwoch um 261,57 Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Plus bei mehr als 1.300 Prozent.
Auch Analysten haben reagiert, bleiben aber nicht einheitlich euphorisch. Baird hält an „Outperform“ fest und nennt ein Kursziel von 260 Dollar. Barclays hob das Ziel von 177 auf 254 Dollar an, bleibt jedoch bei „Equal Weight“ und signalisiert damit weniger Spielraum nach oben.
Ein Störfaktor bleibt die Insider-Aktivität. In den vergangenen 90 Tagen verkauften Insider 525.271 Aktien im Wert von rund 99,2 Millionen Dollar. Käufe wurden in diesem Zeitraum nicht verzeichnet.
Co-Gründer K.R. Sridhar veräußerte früher im Jahr Aktien im Wert von 34 Millionen Dollar. Dem steht ein gemeldeter Auftragsbestand von rund 20 Milliarden Dollar gegenüber, während das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 128 liegt. Der Nebius-Vertrag stärkt den Umsatzpfad, die Aktie preist aber bereits sehr viel Erfolg bei der Umsetzung ein.
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