Die Partnerschaft mit Oracle nimmt eine neue Dimension an. Bloom Energy hat den bestehenden Vertrag auf bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellen-Kapazität ausgeweitet — eine der größten Vereinbarungen zur sauberen Stromversorgung in der Geschichte des Rechenzentrumsbaus.

Der Deal im Detail

Im Rahmen eines Rahmenvertrags wurden zunächst 1,2 GW fest kontrahiert. Die Systeme werden bereits in US-amerikanischen Oracle-Projekten installiert und sollen bis ins kommende Jahr laufen. Bloom-Brennstoffzellen liefern netzunabhängige Energie direkt vor Ort — ein entscheidender Vorteil für KI-Workloads, die eine schnelle, lastfolgende Stromversorgung benötigen. Die Technologie ist auf den aufkommenden 800-V-DC-Standard ausgerichtet, der in modernen KI-Rechenzentren zunehmend gefragt ist.

Eng verknüpft mit dem Deal ist ein Finanzmanöver, das Oracle bereits Früchte trägt. Wenige Tage vor der Ankündigung erhielt Oracle ein Optionsrecht auf bis zu 3,53 Millionen Bloom-Aktien zu je 113,28 USD — ein Gesamtinvestment von 400 Millionen Dollar. Nach dem Kurssprung auf zeitweise 203 USD entspricht das einem Buchgewinn von rund 316 Millionen Dollar.

Starke Zahlen, gespaltene Analysten

Bloom Energy meldete für 2025 einen Rekordumsatz von 2,02 Milliarden Dollar — ein Plus von 37,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 3,1 und 3,3 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei rund 20 Milliarden Dollar, der Produktrückstand hat sich gegenüber dem Vorjahr etwa zweieinhalb Mal vergrößert.

An der Wall Street gehen die Meinungen auseinander. Baird bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 172 USD. Jefferies hingegen senkte das Kursziel auf 97 USD und verwies auf überhöhte Erwartungen und wachsenden Wettbewerbsdruck. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt — die Marktkapitalisierung überstieg zuletzt 50 Milliarden Dollar.