Bloom Energy setzt ein Ausrufezeichen im Sektor der sauberen Energien. Mit einem neuen Allzeithoch von 304,05 US-Dollar reagiert der Markt auf eine massive Beschleunigung des operativen Geschäfts. Die Kombination aus starken Quartalszahlen und einem Großauftrag aus der Tech-Branche treibt den Kurs.

Umsatzsprung und Rückkehr in die Gewinnzone

Der Umsatz im ersten Quartal 2026 kletterte auf 751,1 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von über 130 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders das Produktgeschäft trieb das Wachstum mit Erlösen von 653,3 Millionen US-Dollar an.

Erstmals gelang es dem Unternehmen, in einem Auftaktquartal einen positiven operativen Cashflow zu erzielen. Dieser lag bei 73,6 Millionen US-Dollar. Parallel dazu kehrte Bloom Energy mit einem operativen Ergebnis von 72,2 Millionen US-Dollar in die Gewinnzone zurück.

KI-Boom befeuert Nachfrage nach Brennstoffzellen

Ein wesentlicher Treiber für die Neubewertung ist die Kooperation mit Oracle. Der Software-Riese plant, bis zu 2,8 Gigawatt an Brennstoffzellensystemen von Bloom Energy zu beziehen. Damit will Oracle den enormen Energiehunger seiner KI-Infrastruktur decken.

Ein Teil dieser Kapazität ist bereits fest vereinbart. Bisher wurden 1,2 Gigawatt vertraglich fixiert. Brennstoffzellen liefern Strom dezentral und lastfolgend direkt am Rechenzentrum, während herkömmliche Stromnetze oft zu langsam ausgebaut werden.

Vorstand hebt Jahresprognose an

Das Management reagierte auf die aktuelle Auftragslage und hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Erwartet werden nun Erlöse zwischen 3,4 Milliarden und 3,8 Milliarden US-Dollar. Analysten reagierten prompt mit Kurszielanhebungen.

Die Investmentbanken bewerten die Aktie im Konsens als „Moderate Buy“. Bloom Energy festigt damit seine Position als Infrastruktur-Partner für die nächste Phase des Cloud-Computing-Ausbaus.