Bloom Energy zieht das Interesse der Anleger massiv auf sich. Die Aktie klettert heute um mehr als sieben Prozent auf 231 Euro. Der Grund liegt im boomenden Sektor für KI-Infrastruktur. Das Unternehmen sichert sich derzeit Schlüsselverträge für die Energieversorgung riesiger Rechenzentren.

Gigawatt-Deals treiben das Wachstum

Bloom Energy festigt seine Rolle als Energielieferant für KI-Anlagen mit hohem Strombedarf. Ein Abkommen mit Oracle umfasst eine Brennstoffzellen-Kapazität von bis zu 2,8 Gigawatt. Ein weiterer Vertrag mit Nebius soll Umsätze von bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar generieren. Hierbei geht es um die Installation von 328 Megawatt an Brennstoffzellen-Technologie.

Diese Partnerschaften entstehen in einer Phase, in der die Branche händeringend nach stabilen Stromquellen sucht. Große Rechenzentren stoßen zunehmend an Kapazitätsgrenzen. Bloom Energy liefert hier skalierbare Lösungen. Das überzeugt Analysten und institutionelle Investoren gleichermaßen.

Keine Kapitalerhöhung geplant

Das Management hat eine klare Botschaft an die Aktionäre gesendet. Bloom Energy plant derzeit keine Verwässerung durch neue Aktien oder Kapitalerhöhungen. Die Expansion soll ohne frisches Eigenkapital finanziert werden. Der Markt reagiert erleichtert auf diese Strategie.

Mehrere Banken haben ihre Prognosen nach oben geschraubt. Daiwa und UBS hoben ihre Kursziele auf 324 beziehungsweise 322 US-Dollar an. Morgan Stanley bleibt bei der Einstufung „Overweight“ mit einem Ziel von 310 US-Dollar.

Projekt-Turbulenzen im Blick

Anleger beobachten parallel dazu die allgemeine Lage im Rechenzentrums-Markt. Berichte über eine Pause beim 1,8-Gigawatt-Projekt „Jade“ in Wyoming durch Crusoe Energy sorgten kurzzeitig für Unruhe. Damit stünde theoretisch ein Umsatzvolumen von 2,65 Milliarden US-Dollar im Risiko.

Partner wie MTAR Technologies gaben jedoch Entwarnung. Ihre Projekte mit Bloom Energy laufen planmäßig weiter. Auch Black Hills Corp stellte klar, dass das Vorhaben in Wyoming nicht gestrichen ist. Der Betrieb soll unter einer neuen Struktur Anfang 2028 starten.

Die Aktie zeigt einen starken Erholungstrend. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 174 Prozent. Aktuell notiert das Papier knapp 15 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 201,30 Euro. Der Fokus liegt nun auf der operativen Umsetzung der milliardenschweren Pipeline.