Nach über 50 Jahren zieht der Autobauer in seinem Stammwerk einen radikalen Schlussstrich. Die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in München endet, um Platz für die rein elektrische „Neue Klasse“ zu machen. Dieser strategische Schwenk erfordert gewaltige Investitionen und bedeutet gleichzeitig das vorläufige Aus für ein bekanntes Elektromodell.
Mit dem für August geplanten Produktionsstart der neuen i3-Limousine ordnet der Konzern sein Portfolio neu. Laut Produktchef Bernd Körber wird der i3 faktisch die Nachfolge des i4 antreten, dessen Fertigung noch im Laufe des Jahres 2026 ausläuft. Der neue Hoffnungsträger bringt dabei einen deutlichen technischen Sprung mit sich: Die Einstiegsversion i3 50 xDrive liefert 469 PS, während die avisierte WLTP-Reichweite von 900 Kilometern und Ladeleistungen von bis zu 400 kW neue technische Maßstäbe setzen sollen.
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Milliarden für die Neuausrichtung
Um diese technologische Transformation zu stemmen, nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. Insgesamt fließen rund 1,7 Milliarden Euro in den Standortumbau. Davon entfallen 700 Millionen Euro auf die Umrüstung des Münchner Werks, das ab Ende 2027 als erster bestehender Standort im weltweiten Produktionsnetzwerk ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge fertigen wird. Die klassische 3er-Limousine mit Verbrennungsmotor zieht im Gegenzug nach Dingolfing um.
Eine weitere Milliarde Euro fließt in ein neues Batteriemontagewerk im niederbayerischen Irlbach-Straßkirchen. Von dort aus sollen die Münchner Bänder künftig mit den notwendigen Hochvoltspeichern versorgt werden.
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Zölle belasten die Marge
Am Kapitalmarkt spiegelt sich der kapitalintensive Umbau derzeit in einer verhaltenen Stimmung wider. Bei einem aktuellen Kurs von 77,00 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn einen Abschlag von knapp 20 Prozent. Neben den hohen Investitionskosten dämpfen auch handelspolitische Hürden die Euphorie der Anleger. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 kalkuliert das Management mit einer spürbaren Belastung der EBIT-Marge im Autosegment von rund 1,25 Prozentpunkten, die auf erhöhte Zölle zurückzuführen ist.
Ungeachtet dieser kurzfristigen Margenbelastung zieht das Management seinen Fahrplan konsequent durch. Mit dem anvisierten Meilenstein des zweimillionsten vollelektrischen Fahrzeugs im Jahr 2026 demonstriert der Konzern, dass der Umbau zur Elektromobilität nicht nur strategisch geplant ist, sondern in den Werkshallen nun harte Realität wird.
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