Mit dem symbolischen Knopfdruck hat BMW am heutigen Donnerstag die Serienfertigung im neuen Hochvoltbatterie-Montagewerk Irlbach-Straßkirchen gestartet. Der Autobauer investierte rund eine Milliarde Euro in den niederbayerischen Standort. Das Werk liefert die Energiespeicher der sechsten Generation für die neue Generation des Modells i3, das im Stammwerk München gefertigt wird.
Serienstart im Zweischichtbetrieb
Vom Baubeginn bis zur heutigen Inbetriebnahme vergingen lediglich zweieinhalb Jahre. Auf dem 60 Hektar großen Areal arbeiten derzeit rund 1.000 Beschäftigte. Im Endausbau soll die Belegschaft auf 1.600 Mitarbeiter anwachsen. BMW ließ die Fertigung auf zwei Linien direkt im Zweischichtbetrieb anlaufen. Das Unternehmen begründete diesen schnellen Hochlauf mit einer hohen Nachfrage nach der neuen Modellgeneration.
Rund 500 Roboter montieren auf 50.000 Quadratmetern Produktionsfläche täglich mehrere Hundert Einheiten. Die neuen Batterien bieten einen deutlichen Technologiesprung: Die Speicherkapazität klettert im Vergleich zur Vorgängergeneration von 75 auf 108,7 Kilowattstunden. Straßkirchen bildet zusammen mit Standorten in Debrecen, Shenyang, Woodruff und San Luis Potosí eines von weltweit fünf Batteriemontagewerken des Konzerns.
Hohe Investitionen treffen auf Margendruck
Die neue Fabrik ist Teil eines Investitionspakets von rund zwei Milliarden Euro in deutsche Produktionsanlagen. Doch die milliardenschweren Ausgaben fallen in eine wirtschaftlich angespannte Phase. Im zweiten Quartal 2026 brach der Nettogewinn des Konzerns um 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Vor allem das wichtige Geschäft in China geriet spürbar unter Druck, wo die Auslieferungen im ersten Halbjahr um 20,4 Prozent sanken.
Um gegenzusteuern, kündigte der Konzern am Capital Market Day eine straffere Aufstellung an. Bis Mitte 2027 sollen die Führungspositionen um ein Fünftel reduziert werden. Die operative Marge der Autosparte soll bis 2028 auf 3 bis 5 Prozent klettern, nachdem für 2026 lediglich 1 bis 3 Prozent erwartet werden.
JPMorgan hält an Kaufempfehlung fest
Trotz der kurzfristigen Belastungen sehen einige Marktbeobachter die Weichenstellungen positiv. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan beließ die Einstufung für die Aktie auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 82 Euro. Er lobte die strategische Ausrichtung sowie die mittelfristigen Finanzziele für das Jahr 2028.
Am Aktienmarkt spiegeln sich die Branchensorgen gleichwohl weiter wider. Das Papier verliert heute 1,1 Prozent auf 54,78 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Kursminus damit auf 41 Prozent. Der zügige Produktionsstart in Niederbayern zeigt jedoch, dass BMW den technologischen Umbau des Modellprogramms trotz des schwierigen Marktumfelds ohne Verzögerungen vorantreibt.
Stand heute, 1. Oktober: BMW – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BMW investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 1. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

