Mit der Öffnung der Orderbücher für die neue Generation der 3er-Reihe setzt BMW einen wichtigen Schritt zur Verjüngung seiner volumenstärksten Modellfamilie. Am Donnerstag gab der Konzern Einzelheiten zur Markteinführung bekannt. Die Limousine ist seit Mittwoch bestellbar, während erste Auslieferungen an Kunden für den Jahreswechsel vorgesehen sind.

Neue Impulse für das Kernmodell

Die 3er-Reihe bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat des Konzernabsatzes. Mit den ersten Kundenauslieferungen rund um den Jahreswechsel soll die Neuauflage dem Modellzyklus frischen Schwung verleihen. Flankierend dazu investiert BMW weiter in die Umstellung seiner Produktionsstandorte.

Am Mittwoch meldete das Unternehmen zudem den Baubeginn für eine rund zwei Kilometer lange Pipeline am Standort Leipzig. Die Leitung soll das sächsische Werk künftig an das entstehende Wasserstoff-Kernnetz anbinden und die industrielle Transformation vorantreiben.

Geteilte Meinungen unter den Analysten

An den Finanzmärkten trifft der Modellwechsel auf ein gespaltenes Echo, da die operative Entwicklung vor allem in Asien belastet bleibt. Bei der britischen Großbank HSBC überwogen zuletzt die Sorgen.

Die Experten stuften die Aktie am 24. September von „Buy“ auf „Hold“ ab und senkten das Kursziel auf 69 Euro. Als Begründung führten die Analysten an, dass sich das Geschäft in China spürbar eintrübe. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Bank dort mit einem Absatzrückgang von rund 25 Prozent.

Zuversichtlicher äußerte sich dagegen Bernstein Research. Analyst Stephen Reitman beließ seine Einstufung am 30. September auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 82 Euro. Die strategischen Weichenstellungen des Managements könnten den Beginn eines Heilungsprozesses markieren, auch wenn der Weg dorthin anspruchsvoll bleibe.

Anstehende Zahlen und angespannte Kurslage

An der Börse spiegeln die Notierungen die anhaltende Unsicherheit im Automobilsektor deutlich wider. Am Freitag ging die Aktie mit einem Schlusskurs von 54,62 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht summieren sich die Einbußen damit auf einen Verlust von 42 Prozent seit Jahresbeginn.

Klarheit über die unmittelbare Verfassung des Konzerns dürften die anstehenden Finanzberichte liefern. Vor den regulären Zahlen hält BMW am 12. Oktober eine Telefonkonferenz im Vorfeld des Quartalsabschlusses ab. Die vollständige Mitteilung für das dritte Quartal folgt am 4. November.