Boeing hat eine wichtige juristische Hürde genommen. Ein US-Geschworenengericht wies am Freitag eine Klage der polnischen Fluggesellschaft LOT ab. Die Airline hatte 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz gefordert.
Im Kern ging es um angebliche Versäumnisse und Falschdarstellungen rund um die 737 MAX. LOT machte Boeing für Einnahmeausfälle während des 20-monatigen Flugverbots nach den Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 verantwortlich. Es war der erste Prozess dieser Art, den eine Fluggesellschaft gegen den Konzern führte. Während Boeing sich zufrieden zeigte, prüft LOT nun weitere rechtliche Schritte.
An der Börse reagierten die Anleger verhalten auf den juristischen Erfolg. Die Aktie schloss am Freitag bei 188,30 Euro, ein leichtes Minus von 0,36 Prozent. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 0,8 Prozent.
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Zuvor belasteten Nachrichten aus China die Stimmung. Zwar bestätigte Peking eine Bestellung über 200 Maschinen, allerdings hatte der Markt auf bis zu 500 Flugzeuge gehofft. Diese Diskrepanz führte zeitweise zu deutlichen Abverkäufen.
Ein Direktor des Unternehmens nutzte die Kursbewegungen für Zukäufe. Bradley D. Tilden erwarb am 20. Mai 1.370 Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 218,50 US-Dollar.
Produktion und Auftragsbestand
Operativ forciert Boeing den Hochlauf der Fertigung. Bis zum Sommer 2026 soll die monatliche Produktion der 737 MAX auf 47 Maschinen steigen. Zum Jahresende peilt das Management eine Rate von 53 Einheiten an. Eine neue Fertigungslinie im Werk Everett unterstützt dieses Vorhaben.
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Das Fundament für das künftige Wachstum bildet ein Auftragsbestand von 695 Milliarden US-Dollar. Mehr als 6.100 Verkehrsflugzeuge stehen aktuell in den Büchern.
Indes steht der Konzern wegen Sicherheitsfragen unter Beobachtung. Die US-Verkehrsbehörde NTSB untersuchte jüngst einen Frachterabsturz aus dem November 2025. Dabei geht es um die Frage, ob Boeing Regulierungsbehörden ausreichend über potenzielle Risiken an Triebwerksaufhängungen informiert hat.
Die Zertifizierung der Varianten 737-7 und 737-10 wird für das laufende Jahr erwartet. Erste Auslieferungen der größeren 737-10 sind für 2027 geplant.
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