Die Luft- und Raumfahrtbranche steht vor einer signifikanten Umstrukturierung. L3Harris Technologies trennt sich von 60 Prozent seiner Raumfahrt- und Antriebssparte an die Private-Equity-Gesellschaft AE Industrial Partners. Die Transaktion, die bereits am Montag verkündet werden könnte, bewertet das Geschäft mit 845 Millionen Dollar – AE Industrial zahlt über 500 Millionen für seinen Anteil.
Das Timing ist bemerkenswert: Während die Rüstungsindustrie angesichts globaler Konflikte händeringend Produktionskapazitäten für Raketen und Munition aufbaut, fokussiert sich L3Harris auf genau diesen Bereich. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt in den Ausbau von Raketenmotor- und Munitionsproduktion.
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Kritische Komponente bleibt beim Joint Venture
Für Boeing und Lockheed Martin dürfte besonders relevant sein: Die verkaufte Sparte umfasst das RL-10 Raketentriebwerk, das in der Vulcan-Rakete von United Launch Alliance zum Einsatz kommt – dem Joint Venture beider Konzerne. Dieses Triebwerk positioniert Satelliten im Weltraum und gilt als bewährter Standard in der Branche.
L3Harris behält allerdings das leistungsstarke RS-25-Triebwerk, das in der NASA Space Launch System-Rakete für das Artemis-Programm verwendet wird. Die strategische Trennung zeigt: Das Unternehmen setzt künftig auf nationale Sicherheit statt auf NASA-Geschäft.
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Bank of America setzt auf Boeing
Parallel dazu hat Bank of America Boeing in seine Top-10-Aktienideen für das erste Quartal 2026 aufgenommen. Die Analysten erwarten, dass sich das erste Quartal auf die kommerziellen Produktionsraten konzentrieren wird. „Eine stabile Produktion ist der Schlüssel für das Vertrauen der Investoren“, so die Bank.
Der Deal zwischen L3Harris und AE Industrial soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Seit der Fusion von L3 und Harris 2018 hat das Unternehmen bereits Vermögenswerte im Wert von über 4 Milliarden Dollar veräußert – eine radikale Neuausrichtung auf das Kerngeschäft. Für Boeing bedeutet die Konzentration seiner Zulieferer auf Rüstung und Sicherheit möglicherweise stabilere Lieferketten in einem zunehmend angespannten geopolitischen Umfeld.
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